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Düsternis trifft Zynismus: "Hagen Benz - Das Böse in dir" fordert heute (08.11.2025) das ARD-Publikum

Samstag, 08.11.2025 13:44 Uhr | Tags: ARD, Thriller, Heiner Lauterbach

Heute Abend (08.11.2025) um 20:15 Uhr verwandelt sich das ERSTE in einen Schauplatz psychologischer Abgründe, wenn der Thriller "Hagen Benz - Das Böse in dir" seine Schatten über die Primetime legt. Dieser Film ist das Duell zweier misstrauischer Seelen, die durch einen rätselhaften Mordfall aneinandergekettet werden. Regisseurin Christine Hartmann inszeniert hier kein klassisches Whodunit, sondern ein raffiniertes Spiel der Täuschung, das tief in die menschliche Psyche blickt. "Hagen Benz - Das Böse in dir" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.

Zwei Einzelgänger auf Kollisionskurs

Im Zentrum der Geschichte steht der Titelheld Hagen Benz, verkörpert von Heiner Lauterbach. Er spielt einen Ex-Kommissar von der alten Schule, einen harten Hund, der sich nach einem Herzinfarkt eigentlich im ungewollten Vorruhestand befindet. Doch die Ruhe ist trügerisch. Hagen Benz kann und will nicht loslassen. Er lauscht dem Polizeifunk und verschafft sich Akten, getrieben von einer Obsession: seinem letzten, ungelösten Fall - der ungeklärte Mord an einem Obdachlosen.

Seine Gegenspielerin, oder besser Partnerin wider Willen, ist Kommissarin Elena Weber, gespielt von Julia Koschitz. Weber ist eine taffe Chefermittlerin, die Anweisungen ihrer Vorgesetzten Kapellmann (Paula Paul) nur als Empfehlungen betrachtet. Am Fundort einer Wasserleiche macht sie die irritierende Beobachtung, dass sie jemand aus der Ferne beobachtet: Hagen Benz.

Benz bietet der eigenwilligen Weber eine Zusammenarbeit an - ein widerwilliges "Quid pro quo". Er ist überzeugt, dass der aktuelle Mord mit seinem Cold Case zusammenhängt. Trotz ihrer tief sitzenden Skepsis lässt Weber sich auf den Deal ein. Die Konstellation ist explosiv: Zwei Einzelgänger, die sich zutiefst misstrauen, müssen zusammenarbeiten, um die Wahrheit zu finden.

Die Wahrheit in den Untiefen der Seele

Der Film, dessen Drehbuch aus der Feder von Eckhard Vollmar, dem Autor der erfolgreichen "Kommissar Dupin"-Reihe stammt, verspricht einen doppelten Spannungsbogen: Die Aufklärung eines aktuellen Mordes führt die Ermittler unweigerlich zurück in eine dunkle Vergangenheit. Die Suche nach der Wahrheit zwingt die Figuren in die Untiefen der menschlichen Psyche und zu verstörenden Verbrechen.

Die Bildgestaltung des Films verdient besondere Erwähnung: Kameramann Peter Nix verleiht dem Fernsehfilm einen modernen Noir-Touch. Die Bilder sind kühl, die Atmosphäre ist dicht, was die psychologische Spannung optisch verstärken soll. Der Thriller will nicht nur unterhalten, sondern auch die moralischen Grauzonen des Ermittlerdaseins ausloten.

Doch die Produktion ist nicht unumstritten. Kritiker werfen dem Film vor, im "gepflegten Mittelmaß" stecken zu bleiben. Sie sehen Lauterbachs Spiel als eine Mischung aus Zynismus und Weltmüdigkeit, die eher nach Altersmilde als nach dem notwendigen Abgrund schmeckt. Die Dialoge würden bedeutungsschwanger, aber leer wirken, und die Handlung hangele sich von Klischee zu Klischee, ohne wirklich zu überraschen. Der Vorwurf lautet: Trotz aller Bemühungen um psychologische Tiefe und kühle Ästhetik bleibe die Spannung auf Sparflamme.

Unabhängig von den kritischen Stimmen bietet "Hagen Benz - Das Böse in dir" heute Abend ein faszinierendes Psychogramm zweier Figuren, die das Böse nicht nur jagen, sondern möglicherweise auch in sich selbst finden müssen. Ein Pflichttermin für alle, die komplexe Charaktere und düstere TV-Thriller schätzen.


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