Köln-Tatort "Die Schöpfung": Ballauf und Schenk ermitteln im Opern-Sumpf - heute (11.01.2026) in der ARD
Der neueste Köln-Tatort führt das Ermittler-Duo heute Abend (11.01.2026) um 20:15 Uhr in der ARD in eine Welt, die gleichermaßen von Glanz und echten Bauskandalen geprägt ist. In der Folge "Die Schöpfung" führt der Weg von Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) direkt auf die berüchtigte Baustelle der Kölner Oper am Offenbachplatz. Was in diesem Köln-Tatort als ironischer Seitenhieb auf das reale Politikum der seit über 13 Jahren andauernden Sanierung beginnt, wandelt sich schnell zu einem blutigen Drama hinter den Kulissen einer großen Inszenierung. Während Ballauf mit dem künstlerischen Treiben gewohnt wenig anfangen kann, überrascht Schenk seinen Kollegen als fundierter Kenner der Opernwelt. Nach der Ausstrahlung ist der neue Köln-Tatort "Die Schöpfung" auch über die ARD Mediathek abrufbar.
Ein inszenierter Tod zwischen Requisiten und Waffen
Inmitten der heißen Phase der Proben für Joseph Haydns namensgebendes Werk bricht das Chaos aus, als der Intendant Darius Henning (Stephan Grossmann) eine Leiche in seinem Haus entdeckt. Die Rüstmeisterin Elli Zander (Ines Lutz) wurde erschossen und bizarr drapiert aufgefunden - sie trägt ein prunkvolles Kostüm, das eigentlich für die Bühne bestimmt war. Dass die Tote ausgerechnet für die sogenannte "siebte Kammer", das Lager der Waffenattrappen, zuständig war, macht diesen Köln-Tatort besonders brisant. Schnell stellen die Hauptkommissare mit Unterstützung von Rechtsmediziner Dr. Roth (Joe Bausch) und Assistent Jütte (Roland Riebeling) fest, dass eine echte Schusswaffe aus dem Bestand verschwunden ist.
Verdächtige Töne und familiäre Abgründe
Die Jagd nach dem Täter konzentriert sich zunächst auf den unauffindbaren Countertenor David Deycks (Marcel Jacqueline Gisdol), doch das Geflecht aus Lügen zieht sich durch das gesamte Ensemble. Besonders die Sopranistin Valerie Schmitt (Hannah Schiller) rückt in den Fokus, wobei die Darstellerin hier auf ihre eigene Erfahrung als junge Opernsängerin zurückgreifen kann. Während Natalie Förster (Tinka Fürst) im Kommissariat die Fäden zusammenhält, geschieht ein zweiter Mord, der die Ermittler unter enormen Zeitdruck setzt. Die Atmosphäre im Staatenhaus in Köln-Deutz, das in diesem Köln-Tatort als Interimsspielstätte dient, fängt dabei die angespannte Stimmung zwischen künstlerischem Anspruch und krimineller Energie perfekt ein.
Lohnt sich das Einschalten beim neuesten Fall?
Kritiker bewerten diesen Köln-Tatort unter der Regie von Torsten C. Fischer überwiegend positiv, auch wenn der Spannungsbogen laut mancher Stimmen eher gemächlich verläuft. Besonders das Drehbuch von Wolfgang Stauch erntet Lob für seinen sarkastischen Humor, mit dem das Kölner Baustellen-Desaster aufs Korn genommen wird. Zwar mag das Thema des Theatermordes nach jüngsten Produktionen aus anderen Städten nicht mehr völlig neu sein, doch die visuelle Kraft der Schauplätze und der bissige Witz machen diesen Köln-Tatort zu einem sehenswerten Krimi-Ereignis. Wer Lust auf starke Bilder und eine ordentliche Portion Lokalkolorit hat, sollte sich die heutige Ausstrahlung nicht entgehen lassen.








