Leipzig-Tatort "Schön ist anders" heute (06.07.2026) im MDR: Ein Mord im Kofferraum sorgt für Aufruhr

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Der MDR wiederholt heute Abend (06.07.2026) um 20:15 Uhr den Leipzig-Tatort "Schön ist anders". Im Zentrum der Handlung steht der Mord an Jörg Korsack, dem unbeliebten Personalchef der städtischen Verkehrsbetriebe, dessen Leiche im Kofferraum seines demolierten Wagens auf einer Baustelle aufgefunden wird. Die Ermittlungen führen die Hauptkommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) in ein von Eifersucht, Affären, Alkoholsucht und Existenzängsten geprägtes Umfeld.
Ein Leichenfund im Kofferraum und widersprüchliche Liebesgeschichten
Das Grauen beginnt auf einer Baustelle, als die Ermittler die Leiche des Personalleiters Korsack (Christian Maria Goebel) im Heck eines als gestohlen gemeldeten Fahrzeugs entdecken. Während die Witwe Sabine Korsack (Corinna Harfouch) trotz der bekannten Untreue ihres Mannes fest davon überzeugt ist, dass er sie niemals für eine andere verlassen hätte, zeichnet dessen schwangere Arbeitskollegin Mandy Wachowiak (Susanne Bormann) ein völlig anderes Bild einer gemeinsamen Zukunft. Kurze Zeit später eskaliert die schwelende Rivalität zwischen den beiden Frauen abseits der polizeilichen Vernehmungen in einer blutigen Tragödie, bei der die Witwe erstochen und die Geliebte schwer verletzt wird.
Verdächtige Angestellte und eine nächtliche Vertuschung
Gleichzeitig gerät die Familie der Verkehrsbetriebe-Angestellten Moni Fischer (Jule Böwe) unter dringenden Tatverdacht, da das Fluchtfahrzeug ihrem Ehemann Uwe (Martin Brambach) gehört und der alkoholkranke Sohn Tobias (Philipp Gerstner) nach der Tatnacht im Koma liegt. Auch der potenzielle Nachfolger des Opfers, Siggi Mertens (Peter Kurth), verstrickt sich in Widersprüche, da er die massiven Alkoholprobleme und die drohende Kündigung von Moni Fischer vor der Polizei verheimlichte. Am Ende stellt sich heraus, dass Mertens den unbeliebten Chef im Streit tödlich verletzte und mithilfe von Uwe Fischer im Auto versteckte, welches der betrunkene Teenager daraufhin unbemerkt entwendete und zu Schrott fuhr.
Eine zähe Milieustudie voller Klischees statt packendem Nervenkitzel
Wer bei diesem Leipzig-Tatort ein clever konstruiertes Whodunit-Rätsel erwartet, dürfte maßlos enttäuscht werden, da die hölzerne Inszenierung viel zu früh alle erzählerischen Karten offenlegt. Der Film verlegen sich schnell in einer bleiernen Abwärtsspirale aus sozialen Klischees, bei der das Thema Alkoholsucht extrem plakativ abgehandelt wird und das ständige Beziehungs-Wirrwarr der Figuren eher an eine Vorabend-Soap als an einen hochklassigen Kriminalfilm erinnert. Selbst die hochkarätige Riege an Episodendarstellern kann gegen die zähen, oft unnatürlich wirkenden Dialoge und die mangelnde Dynamik des Drehbuchs nicht anspielen. Wer nicht gerade ein unerschütterlicher Fan des damaligen Leipziger Ermittlerduos ist, findet am heutigen Fernsehabend deutlich spannendere Alternativen, da dieser Fall schlichtweg schlecht gealtert ist.








