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"Mr. Bean macht Ferien" heute (02.07.2026) im rbb: Warum die Urlaubs-Odyssee auch nach fast 20 Jahren noch zündet

Donnerstag, 02.07.2026 14:40 Uhr | Tags: RBB, Komödie

Britischer Humor trifft auf französische Lebensart - und das bedeutet heute (02.07.2026) um 20:15 Uhr im rbb akuten Slapstick-Alarm. Der Sender zeigt die kultige Komödie "Mr. Bean macht Ferien", in der Rowan Atkinson in seiner absoluten Paraderolle als wortkarger Unglücksrabe Mr. Bean quer durch Frankreich stolpert. Was als harmloser Sommerurlaub im Süden geplant war, entwickelt sich durch eine endlose Kette von Missverständnissen und Pannen zu einer filmreifen Odyssee. Da Mr. Bean kein Wort Französisch spricht und die französische Gendarmerie ihn bald wegen einer vermeintlichen Entführung jagt, versinkt die Reise im totalen Chaos, bevor er schließlich auf ungewöhnliche Weise im Rampenlicht von Cannes landet.

Eine gewonnene Reise und erste kulinarische Hürden in Paris

Die Urlaubsreise verdankt Mr. Bean seiner heimischen Kirchengemeinde, bei deren Lotterie er den Hauptpreis abräumt: Eine Reise nach Cannes, eine neue Videokamera und 200 Euro Taschengeld. Ausgestattet mit einem Sprachschatz, der exakt aus den drei Wörtern "Oui", "Non" und "Gracias" besteht, bricht der Engländer optimistisch auf. Schon die Durchquerung der französischen Hauptstadt Paris gerät jedoch zum Desaster. Erst landet Mr. Bean am Gare du Nord im falschen Taxi, woraufhin er zu Fuß per Kompass zum nächsten Bahnhof hetzen muss. Nach einem turbulenten Intermezzo im Edelrestaurant "Le Train Bleu", bei dem er seine ungeliebten Meeresfrüchte heimlich in die Handtasche einer Tischnachbarin entsorgt, schafft er es mit Ach und Krach zum TGV.

Ein unfreiwilliges Duo und die Jagd nach dem verlorenen Ticket

Das Chaos nimmt auf dem Bahnsteig richtig Fahrt auf, als Mr. Bean einen fremden Fahrgast bittet, ihn beim Einstieg zu filmen. Die Türen schließen sich, der Zug fährt ab - und der Mann bleibt auf dem Bahnsteig zurück. Bei dem Fremden handelt es sich ausgerechnet um den russischen Filmregisseur Emil Dachevsky (Karel Roden). Bean muss sich nun im Zug notgedrückt um dessen zehnjährigen Sohn Stepan (Max Baldry) kümmern. Nach etlichen Missverständnissen landen die beiden ohne Geld, Tickets und Pässe am Bahnhof von Avignon, wo sie aus dem Zug geworfen werden. Als Straßenmusiker zu den Klängen von Puccini erbetteln sie sich zwar das Geld für ein Busticket, doch Bean verliert seine Fahrkarte an den Fuß eines Huhns und verpasst den Bus, in dem Stepan schließlich allein weiterreist.

Sabotage am Werbeset und die Flucht im Mini Cooper

Auf seinem einsamen Fußmarsch durch die französische Provinz landet Mr. Bean am Set des egozentrischen Regisseurs Carson Clay (Willem Dafoe), der dort mit der jungen Schauspielerin Sabine (Emma de Caunes) einen Werbespot dreht. Bean wird kurzerhand als Wehrmachtssoldat eingekleidet und sprengt prompt das gesamte Set in die Luft. Die Wende bringt die anschließende Mitfahrgelegenheit bei Sabine, die zufällig ein Auto besitzt, das wie Beans eigener Mini Cooper aussieht. An einer Raststätte gabeln sie den vermissten Stepan wieder auf. Da Bean mittlerweile per Fahndungsfoto als Entführer gesucht wird, schmuggeln sich die drei als alte Dame und kleines Mädchen verkleidet in den Festspielpalast von Cannes, wo Clays sterbenslangweiliger Film Premiere feiert. Um Sabines herausgeschnittene Szenen zu retten, kapert Bean den Projektor und spielt seine eigenen Urlaubsaufnahmen ab.

Mr. Bean ist Kult! Aber kann er auch heute noch im TV überzeugen?

Dass Rowan Atkinsons weltberühmter Tollpatsch bis heute ein Millionenpublikum begeistert, verdankt er vor allem der zeitlosen Natur seiner Missgeschicke. Doch blickt man mit etwas Abstand auf die Kinokomödie, stellt sich durchaus die Frage, wie gut dieser stark visuelle Humor in der heutigen, extrem schnelllebigen Medienlandschaft überhaupt noch altert. Wer schaltet zur Primetime im rbb ein, um einem stummen Briten im Tweed-Sakko dabei zuzusehen, wie er rohe Austern in Handtaschen schmuggelt oder auf einem klapprigen Fahrrad Hühnertransportern hinterherjagt? Es sind längst nicht mehr nur die Nostalgiker, die den Kinostart damals live miterlebt haben. Die Faszination zieht im Jahr 2026 auch eine jüngere Generation an, weil die universelle Panik vor der Sprachlosigkeit im Ausland oder einem verpassten Zug jeden Urlauber abholt. Am Ende funktioniert das Slapstick-Spektakel gerade deshalb so gut, weil es einen herrlich entschleunigten Gegenpol zu modernen, dialoglastigen Komödien bildet.


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