RTL Dschungelcamp 2026: Das Camp spaltet sich an Gil Ofarim

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Die Luft im australischen Busch flirrt heute (28.01.2026) nicht nur wegen der Hitze, sondern vor allem aufgrund massiver zwischenmenschlicher Spannungen, die das RTL Dschungelcamp 2026 an seine emotionalen Grenzen führen. Im Zentrum des Konflikts steht Gil, dessen bloße Anwesenheit bei Mitstreiterin Nicole körperliches Unbehagen auslöst. Schon beim bloßen Klang seiner tiefen Stimme stellen sich der Camperin die Nackenhaare auf, wie sie im Dschungeltelefon unter Tränen der Wut gesteht. Es ist die unaufgearbeitete Vorgeschichte rund um den Vorfall in einem Hotel, die wie ein dunkler Schatten über der Pritsche schwebt und Nicole schließlich an der Geschirrwaschstelle zur lautstarken Konfrontation treibt. Die Fronten sind verhärtet und es zeigt sich einmal mehr, dass der Dschungel ein Ort ist, an dem Masken fallen und moralische Grundsatzfragen zur Zerreißprobe für die gesamte Gruppe werden.
Ein Schlagabtausch zwischen Ehre und Schweigepflicht
Nicole spart bei ihrem emotionalen Ausbruch nicht mit harten Worten und wirft Gil vor, sich im Fernsehen rehabilitieren zu wollen, während das eigentliche Opfer - der Hotelangestellte - einfach nur sein Leben zurückhaben möchte. Sie empfindet es als unerträglich, dass sich Gil hinter einer Verschwiegenheitsklausel verschanzt und kritisiert lautstark, dass er zwei Jahre gewartet habe, bis ein Prozess absehbar war, um nun die Opferrolle einzunehmen. Gil hingegen reagiert erstaunlich gefasst und betont, dass diese Klausel nicht nur ihn, sondern auch den besagten Mann schütze. Er versichert glaubhaft, dass er gerne über alles reden würde, es ihm rechtlich jedoch schlichtweg untersagt sei. Diese Pattsituation hinterlässt im Camp ein tiefes Unbehagen, da Nicole unmissverständlich klarstellt, dass sie mit Menschen wie ihm nichts zu tun haben möchte und ihm fortan aus dem Weg gehen wird.
Zwischen Verurteilung und menschlichem Miteinander
Während Nicole auf Distanz geht, führen Samira und Simone eine differenziertere Debatte über den Umgang mit dem umstrittenen Musiker. Simone hebt hervor, dass sich Gil im Camp-Alltag völlig tadellos verhalte, stets hilfsbereit sei und sich vorbildlich in das Team integriere. Sie hinterfragt kritisch, wie weit eine Ausgrenzung gehen darf und ob man einen Menschen wie einen Aussätzigen behandeln muss, selbst wenn man seine Taten aus der Vergangenheit zutiefst missbilligt. Für Simone wirkt Gil wie ein geschlagener Hund, der mit aller Kraft versucht, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Samira hingegen bleibt skeptisch; für sie ist das, was damals passiert ist, absolut nicht in Ordnung, auch wenn sie im direkten Miteinander bisher keine negativen Erfahrungen mit ihm gemacht hat.
Träume von Musik und bittere Realitäten
In einer ruhigen Nachtwache gewährt Gil seltene Einblicke in seine private Situation und seine Motivation für die Teilnahme an der Show. Er gesteht Samira, dass er primär wegen seiner Kinder im Dschungel ist und sein altes Leben in München aus finanziellen Gründen aufgeben musste. Dass er nun in Baden-Württemberg bei der Familie seiner neuen Frau lebt, die er online kennenlernte, wirkt auf Samira fast schon ernüchternd. Besonders seine philosophische Ansicht, dass es in der Liebe kein "für immer" gebe, sondern alles ein Haltbarkeitsdatum besitze, löst bei der jungen Frau Irritationen aus. Trotz der tiefen Gespräche bleibt ein Restzweifel bestehen: Samira stellt trocken fest, dass jeder seinen eigenen Wert bestimmt, für den er sich einer solchen öffentlichen Bewertung aussetzt. Ob Gil durch diese Zeit tatsächlich seine Musikkarriere wieder anschieben kann, bleibt eine der spannendsten Fragen dieser Staffel.








