Sakrale Rätsel und düstere Abgründe beim neuen Salzburg-Krimi "Tod am Wolfgangsee" heute (26.02.2026) in der ARD

© ARD Degeto Film/Mona Film/Tivoli Film/Victoria Herbig
Gänsehaut ist heute Abend (26.02.2026) um 20:15 Uhr in der ARD vorprogrammiert, wenn mit dem Donnerstagskrimi "Tod am Wolfgangsee" die brandneue Reihe "Salzburg-Krimi" startet. Im Mittelpunkt der ersten Episode steht eine erschütternde Serie ritueller Tötungsdelikte, die tief in die religiöse Symbolik eintauchen und das idyllische Salzburger Land in Angst versetzen. Fritz Karl übernimmt dabei die Rolle eines Experten für die menschliche Psyche, der dort ansetzt, wo die klassische Kriminalistik im Nebel stochert. Bemerkenswert ist hierbei die persönliche Note des Hauptdarstellers, denn er wirkte zusammen mit Regisseur Till Franzen federführend am Drehbuch mit. Die malerische Kulisse des Wolfgangsees bildet dabei einen messerscharfen Kontrast zu den grausamen Verbrechen, die das Team vor Ort aufklären muss.
Eine blasphemische Inszenierung auf dem Wasser
Alles beginnt mit einer Entdeckung, die selbst erfahrenen Beamten das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Hauptkommissarin Anna Grünwald (Lisa Schützenberger) und ihr Mitstreiter Kevin Ganslinger (Franz Josef Danner) werden mit einer Leiche konfrontiert, die wie ein religiöses Mahnmal zur Schau gestellt wurde. Das Opfer, der Sprössling des Politikers Aidbichler (Gregor Bloéb), wurde kopfüber an einen Segelmast genagelt. Diese abscheuliche Nachahmung der Petrus-Kreuzigung ruft sofort den Kriminalpsychologen Thomas Meiberger (Fritz Karl) auf den Plan, dessen Einmischung vom Vater des Toten massiv forciert wird. Meiberger ist zwar ein brillanter Geist, doch seine arrogante Art sorgt bei der Polizei sofort für gewaltige Spannungen.
Doppelleben und religiöser Fanatismus
Während sich das Ermittler-Duo durch ein Geflecht aus Lügen arbeitet, kommt zutage, dass der getötete Student alles andere als ein unbeschriebenes Blatt war. Hinter der Fassade des Vorzeigesohns verbargen sich Geheimnisse, die nun Schritt für Schritt ans Licht kommen. In den Fokus rückt dabei Professor Rost (Peter Lohmeyer), ein Mann mit einer fast schon obsessiven Leidenschaft für kirchliche Kunstschätze. Meiberger nutzt seinen psychologischen Scharfsinn, um die Motivation hinter den rituellen Akten zu verstehen, während er gleichzeitig durch seine ständigen Alleingänge die Nerven seiner Kollegin bis zum Zerreißen spannt. Die Ermittlungen führen tief in die Vergangenheit und offenbaren Motive, die weit über einen einfachen Mord hinausgehen.
Ein tödliches Spiel um Schuld und Sühne
Die Zeit drängt unerbittlich, denn der Täter scheint noch lange nicht am Ende seines blutigen Pfades angekommen zu sein. Meiberger erkennt als Erster ein System hinter den scheinbar wahllosen Opfern und nähert sich der schmerzhaften Wahrheit über den Ursprung des Hasses. Doch sein Drang, die Dinge auf eigene Faust zu regeln, führt ihn direkt in eine Falle, die ihn das Leben kosten könnte. In diesem packenden Zusammenspiel aus regionalem Flair und psychologischem Thriller wird deutlich, dass Sühne oft einen sehr hohen Preis fordert. Es bleibt die spannende Frage, ob die Gerechtigkeit am Ende über den fanatischen Wahn triumphieren kann.
Der Salzburg-Krimi "Tod am Wolfgangsee" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.








