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Samstagskrimi "München Mord - Eine echte Täuschung" führt seine Zuschauer bewusst in die Irre - heute (20.12.2025) im ZDF

Samstag, 20.12.2025 13:22 Uhr | Tags: ZDF, Krimi, Samstagskrimi, München Mord, Alexander Held, Marcus Mittermeier

Pünktlich zum Wochenende schickt das ZDF sein eigenwilligstes Ermittlertrio wieder auf die Straßen der bayerischen Landeshauptstadt, um in den Abgründen der menschlichen Psyche zu wühlen. In der neuesten Episode "München Mord - Eine echte Täuschung", die heute (20.12.2025) um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird, gerät das gewohnte Gefüge aus bärbeißigem Humor und messerscharfer Analyse ordentlich ins Wanken. Alles beginnt mit einer grausam zugerichteten Taxifahrerin namens Emily Hübner (Amy Benkenstein), deren Leiche derart entstellt ist, dass selbst ihr Vater Josef Hübner (Oliver Stokowski) sie nur noch durch ein Tattoo identifizieren kann. Während Revierleiter Zangel (Christoph Süß) wie gewohnt voreilige Schlüsse zieht und den Fall bereits zu den Akten legen will, spüren Flierl, Neuhauser und Schaller instinktiv, dass hinter der blutigen Fassade ein weitaus komplexeres Labyrinth aus Lügen und Maskeraden wartet. Der Samstagskrimi "München Mord - Eine echte Täuschung" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar!

Ein Netz aus falschen Fährten

Die Ermittlungen führen das Team tief in die Anonymität des Darknets und in die sterile Einsamkeit einer Wohnung, die kaum bewohnter wirkt als eine Hotel-Lobby. Dass Ludwig Schaller (Alexander Held) dabei auf seine unnachahmliche Art agiert, ist kein Zufall, denn der Schauspieler hat seinem Charakter in dieser Folge wieder ganz besondere Nuancen verliehen. Eine Szene, in der er über die sogenannte "Münchner Wahrheitsliebe" philoshiert, entstand komplett spontan am Set und unterstreicht die Authentizität dieses wunderbar schrulligen Ermittlers. Es sind genau diese Momente, die der Folge ihre Seele geben, während die Handlung zwischen dem vorbestraften Fahrgast Anton Krall (Florian von Manteuffel), dem flirty Kollegen Daniel Safaric (Nicola Mastroberardino) und der kühlen Pilotin Paola Falthauser (Janina Sachau) hin und her springt. Besonders bizarr wird es, als ein angeblicher Selbstmordpakt mit einem Noah Pajtel (Johannes Berzl) und widersprüchliche Aussagen über eine Schwangerschaft die Kommissare an den Rand der Verzweiflung treiben.

Handwerkliche Raffinesse ohne digitalen Glanz

Optisch setzt die Regie in dieser Episode ein klares Statement gegen den Trend der billigen Computereffekte. Um eine zentrale Schlüsselszene so rätselhaft wie möglich zu gestalten, wurde ein gesamtes Zimmer doppelt aufgebaut, nur um eine optische Täuschung rein mechanisch und ohne CGI zu realisieren. Dieser enorme Aufwand, der im fertigen Film nur für wenige Augenblicke die Sinne verwirrt, zeugt von der Liebe zum Detail, die "München Mord" seit jeher auszeichnet. Wer genau hinsieht, kann zudem ein echtes Easter Egg entdecken, denn der Täter huscht bereits im ersten Drittel des Films fast unbemerkt durch das Hintergrundbild. Es ist ein Spiel mit der Aufmerksamkeit des Publikums, das wunderbar zur thematischen Klammer der Täuschung passt, auch wenn die ursprüngliche Idee, Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) selbst kurzzeitig zur Verdächtigen zu machen, zugunsten des bewährten Team-Gefüges fallen gelassen wurde.

Die Zerbrechlichkeit der Wahrheit

Inmitten der brutalen Gewalt, die Angelika Flierl fast intuitiv einem männlichen Täter zuschreibt, entfaltet sich ein feines Kammerspiel zwischen den Protagonisten. Die Avancen gegenüber dem Gerichtsmediziner Dr. Laicher (Michele Cuciuffo) sorgen für die nötige Prise skurriler Komik, während Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) sich bei einer Verfolgungsjagd physisch verausgabt. Trotz der teils überzeichneten Wendungen bleibt am Ende die bittere Erkenntnis, dass hinter jeder Täuschung eine traurige Wahrheit steckt, die oft schmerzhafter ist als die Lüge selbst. Dieser Krimiabend verspricht eine atmosphärisch dichte Reise durch ein nächtliches München, das weit mehr verbirgt, als die glänzende Fassade der Schickeria vermuten lässt. Es ist ein Vexierspiel für Kenner, das trotz kleinerer erzählerischer Schlenker durch seine darstellerische Kraft und handwerkliche Leidenschaft überzeugt.


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