Tödliche Falle in der eigenen Wohnung: Der ungelöste Mord an Cäcilia Lange - heute (21.01.2026) bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"

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Wenn heute Abend (21.01.2026) um 20:15 Uhr im ZDF die neueste Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" ausgestrahlt wird, rückt ein Verbrechen in den Fokus, das die Stadt Essen seit über zwei Jahrzehnten beschäftigt. Es ist die Geschichte einer Frau, die als vorsichtig und lebensfroh galt, und die doch Opfer eines grausamen Gewaltverbrechens wurde. Die Ermittler des Polizeipräsidiums Essen hoffen, durch die bundesweite Aufmerksamkeit nach 22 Jahren endlich den entscheidenden Hinweis auf den Mörder der damals 78-jährigen Cäcilia Lange zu erhalten.
Ein verdächtiger Besuch am Nachmittag
Der Fall führt zurück in den Oktober 2003. Cäcilia Lange lebte in einer Wohnung in der Führichstraße im Stadtteil Holsterhausen. Bekannte und Nachbarn beschrieben sie als eine Seniorin, die Fremden gegenüber stets misstrauisch war und niemanden unbefugt in ihre vier Wände ließ. Umso rätselhafter war der Fund ihrer Leiche am 10. Oktober 2003. Die Obduktion ergab, dass die Rentnerin in ihrer eigenen Wohnung brutal attackiert und getötet worden war. Spurensicherungen ergaben schnell ein beunruhigendes Bild: Die Frau war offenbar kurz vor ihrem Tod ins Visier von professionellen Betrügern geraten.
Die Masche mit den Teppichen
Ermittlungen ergaben, dass Männer, die sich als Teppichhändler ausgaben, Kontakt zu der Seniorin aufgenommen hatten. Mit einer perfiden Masche versuchten sie, Cäcilia Lange um ihr Erspartes zu bringen. Sie begleiteten die 78-Jährige sogar zu ihrer Bank, um eine größere Summe Bargeld abzuheben. Doch der Plan der Betrüger scheiterte an den Sicherheitsvorkehrungen des Geldinstituts – die Auszahlung wurde verweigert. Die Polizei geht heute davon aus, dass die Täter die Frau frustriert zurück in ihre Wohnung brachten oder sie dort später erneut aufsuchten. Es wird vermutet, dass die Situation eskalierte, als die Täter merkten, dass bei der Seniorin kein weiteres Bargeld zu holen war, und sie die wehrlose Frau daraufhin ermordeten.
Neue DNA-Verfahren als Hoffnungsschimmer
Dass der Fall heute, im Jahr 2026, erneut eine Bühne findet, liegt an den massiven Fortschritten in der Kriminaltechnik. Spezialisten der Essener Rechtsmedizin ist es gelungen, DNA-Spuren vom Tatort zu isolieren, die mit den Methoden von vor 20 Jahren noch völlig unsichtbar geblieben waren. In der Sendung wird Kriminaloberkommissarin Vivienne Fischer erläutern, wie diese neuen Beweismittel nun dazu beitragen sollen, das Profil des Täters zu schärfen. Die Ermittler setzen darauf, dass sich Zeugen an die vermeintlichen Teppichhändler erinnern, die im Herbst 2003 im Ruhrgebiet unterwegs waren. Möglicherweise haben sich die Täter damals auch in anderen Städten an Senioren herangemacht. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, ist eine Belohnung ausgesetzt, um dem Gerechtigkeitsempfinden der Angehörigen nach über zwei Jahrzehnten endlich Genüge zu tun.
Ab 20:15 Uhr ist die aktuelle Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








