Triebtäter auf Freigang: Polizeiruf 110 "Geliebter Mörder" mit Horst Krause heute (23.07.2026) im rbb

© rbb/Sandor Domonkos
Im Polizeiruf 110 "Geliebter Mörder" wird das Ermittler-Duo aus Brandenburg heute Abend (23.07.2026) um 20:15 Uhr im rbb mit einem emotional hochbrisanten Fall konfrontiert. Wenn ein Kind spurlos im dichten Forst verschwindet, zählt jede Minute. Kriminalhauptkommissarin Johanna Herz (Imogen Kogge) und Polizeihauptmeister Horst Krause (Horst Krause) stoßen bei ihren Nachforschungen auf ein verhängnisvolles Geflecht aus Vorurteilen, verdeckter Obsession und medizinischer Manipulation, das selbst erfahrene Gesetzeshüter an ihre Grenzen bringt.
Suche im Wald und ein düsterer Verdacht
Der Anlass für die fieberhafte Fahndung in "Geliebter Mörder" ist das plötzliche Verschwinden der zwölfjährigen Marie Pohl (Laura Luise Schreiber). Ihre besorgte Mutter Brigitte (Gabriela Maria Schmeide) verständigt die Polizei, woraufhin Johanna Herz gemeinsam mit Horst Krause und dessen Spürhund Vera die Suchaktion aufnimmt. Als der Hund des Mädchens tot im Unterholz entdeckt wird, befürchtet Herz das Schlimmste. Ihr Verdacht fällt rasch auf Jens Schrader (Stephan Grossmann), einen vorbestraften Sexualstraftäter mit Freigang aus einer nahen Therapieanstalt. Während dessen behandelnder Psychiater (Hannes Hellmann) beteuert, dass von dem medikamentös eingestellten Patienten keine Gefahr mehr ausgehe, wachsen bei der Kommissarin erhebliche Zweifel - zumal Schrader überraschenderweise eine Verlobte hat.
Spurensuche im Umfeld und ein verhängnisvolles Versteck
Während die Ermittlungen im Polizeiruf 110 "Geliebter Mörder" stocken, nimmt Krause das Umfeld der Familie genauer unter die Lupe. Maries Vater Jürgen (Oliver Breite) verdächtigt Frank Tornow (Dirk Borchardt), den neuen Partner der Mutter. Bewegung kommt in den Fall, als Tornows Auto aus einem Badesee gezogen wird und dieser beteuert, den Wagen an Schrader verkauft zu haben. Die Polizei stellt Schraders elterliches Anwesen unter Beobachtung. Für Johanna Herz, die vor Kurzem Großmutter geworden ist, wird die Suche nach der kleinen Marie zu einer extremen persönlichen Belastungsprobe. Schließlich kommt es im Keller des Hauses zu einer Tragödie, bei der sich Schrader das Leben nimmt - bevor enthüllt wird, wie verhängnisvoll seine Verlobte in den Verlauf der Ereignisse eingegriffen hatte.
Beklemmendes Drama mit psychologischer Tiefe
Der Polizeiruf 110 "Geliebter Mörder" überzeugt als eindringliches Kriminaldrama, das sich wohltuend von gewöhnlichen Tätersuchen abhebt. Das Drehbuch beleuchtet sensibel die Komplexität von Resozialisierung und Triebhemmung, ohne sich in voreiligen Klischees zu verheddern. Imogen Kogge verleiht der Kommissarin durch die persönliche Großmutter-Perspektive eine spürbare emotionale Schwere, während Horst Krause wie gewohnt für die geerdete, menschliche Note sorgt. Ein atmosphärisch starker und emotional fordernder Brandenburger Krimi, der noch lange nachwirkt.








