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Unkonventionelles Patchwork-Glück: Komödie "Die Beste zum Schluss" heute (17.07.2026) in der ARD

Freitag, 17.07.2026 15:09 Uhr | Tags: ARD, Komödie

Eine innige platonische Freundschaft und die unvorhersehbaren Wege der Liebe stehen im Mittelpunkt der romantischen Komödie "Die Beste zum Schluss", die heute (17.07.2026) um 20:15 Uhr in der ARD wiederholt wird. Der Kölner Architekt Mads (Sebastian Ströbel) funktioniert seit dem schmerzhaften Verlust seiner Ehefrau nur noch im gedrosselten Alltagsmodus. Seine ehemals bunte Welt ist grau geworden, und auch seine Wohnung wirkt so leer wie sein Leben. Das ändert sich schlagartig, als er zufällig seine beste Freundin aus Jugendtagen wiedertrifft. Die lebensfrohe René (Franziska Wulf) zieht kurzerhand samt ihren beiden Kindern Lola (Thurid Charlotte Funck) und Oscar (Thias Josef Dertinger) bei ihm ein und bringt wieder Trubel in sein Dasein.

Ein ungewöhnliches WG-Leben und die Suche nach dem Liebesglück

Obwohl Mads Vater Kurt (Jürgen Heinrich) insgeheim immer darauf gehofft hatte, dass aus den beiden Jugendfreunden ein Paar wird, bleibt die Beziehung zwischen dem Architekten und der alleinerziehenden Mutter rein platonisch. In Mads Büro sorgt diese Konstellation für reichlich Getratsche und wilde Spekulationen unter den Kollegen. Um den Gerüchten ein Ende zu bereiten und einander zum Liebesglück zu verhelfen, beschließen die beiden, füreinander den perfekten Partner zu suchen. Auf einer feucht-fröhlichen Firmenfeier an Bord eines Partyschiffs auf dem Rhein nimmt der Plan Gestalt an: Mads lernt die faszinierende Eva (Marie Burchard) kennen. Nach einer gemeinsamen Taxifahrt und einem langen, alkoholreichen Gespräch schlafen die beiden erschöpft nebeneinander ein.

Ein Abschied auf Zeit und eine schockierende Diagnose

Damit sich die beiden wiedersehen müssen, greift die umtriebige René zu einer List und lässt Evas Portemonnaie mitgehen. Der Plan geht auf: Nach der feierlichen Übergabe der Geldbörse verbringt die neu zusammengewürfelte Patchwork-Truppe einen ausgelassenen Tag beim Trampolinspringen. Doch das junge Glück wird jäh gebremst, als Eva gesteht, dass sie bereits am nächsten Tag dauerhaft nach Kanada auswandern wird. Nach einer intensiven ersten und zugleich letzten gemeinsamen Nacht bringt Mads sie schweren Herzens zum Flughafen. Kurz darauf gerät sein Leben endgültig aus den Fugen: Nach einem heftigen Streit im Job nimmt er sich spontan Urlaub, während René die niederschmetternde Diagnose erhält, dass sie an einem Gehirntumor leidet.

Zwischen zwei Welten und zwei Frauen

Um die Zukunft der Kinder rechtlich abzusichern, rät Kurt den beiden Freunden zur Heirat. René und Mads vereinbaren daraufhin einen Pakt: Sollte sich der Tumor bei der bevorstehenden Operation in zwei Tagen als bösartig herausstellen, wollen sie den Bund fürs Leben eingehen. Dazwischen packt Mads jedoch die Sehnsucht. Er fliegt spontan nach Kanada, spürt Eva tatsächlich auf und verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihr. Er spielt von Anfang an mit offenen Karten und erklärt ihr die schwierige Situation in der Heimat. Eva gesteht ihm daraufhin, dass ihr Gefühle für ihn wichtiger sind als ihr Neuanfang im Ausland. Jahrzehnte später blickt der Film auf ein ungewöhnliches, aber erfülltes Leben zurück: Renés Tumor war gutartig, sie verstarb erst im Jahr 2056 im Alter von 73 Jahren. Mads gelang das scheinbar Unmögliche - er gründete sowohl mit René als auch mit Eva eine glückliche Familie.

Gelungener Spagat zwischen Humor und emotionalem Tiefgang

"Die Beste zum Schluss" erweist sich als berührende und erfrischend unkonventionelle Liebeskomödie, die gekonnt mit den klassischen Klischees des Genres bricht. Regisseur Markus Sehr inszeniert die Bestseller-Verfilmung von Michel Birbæk mit viel Gespür für die Zwischentöne und meidet allzu seichte Rührseligkeit. Getragen wird der Film vom hervorragend aufgelegten Hauptdarsteller-Trio: Sebastian Ströbel überzeugt als melancholischer Witwer, während Franziska Wulf mit ihrer quirligen Energie einen wunderbaren Gegenpart bildet und Marie Burchard der Rolle der geheimnisvollen Auswanderin viel Tiefe verleiht. Ein warmherziger und humorvoller Fernsehfilm, der dem Publikum zeigt, dass Familie nicht immer den klassischen Regeln folgen muss, um perfekt zu sein.

Die Komödie "Die Beste zum Schluss" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 17.07.2027).


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