Warum Jonas im Polizeiruf 110 "Keiner schreit" zum tragischen Opfer wurde - heute (16.02.2026) im MDR

© MDR/Wünschirs
Im MDR läuft heute Abend ein Krimi-Highlight aus der Reihe "Polizeiruf 110", das die Zuschauer um 20:15 Uhr in einen moralischen Abgrund führt. Der "Polizeiruf 110" mit dem Titel "Keiner schreit" zeigt das legendäre Ermittlerduo Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) und Herbert Schneider (Wolfgang Winkler) in einem ihrer wohl tragischsten Fälle. Was auf einer staubigen Motocrossstrecke als harmloses Training beginnt, endet in einer Katastrophe, die das Schicksal eines unschuldigen Jungen für immer besiegelt. Mit einer Mischung aus kriminalistischer Akribie und psychologischem Feingefühl entfaltet sich eine Geschichte, die weit über einen herkömmlichen Unfall hinausgeht und die dunklen Facetten menschlicher Verzweiflung offenbart.
Ein zerstörter Traum und die Suche nach dem Täter
Die Idylle des Sports zerbricht in tausend Stücke, als der erst 15-jährige Jonas Koch (Robin Becker) mit der Maschine seines Trainers Maik Raake (Ole Puppe) schwer verunglückt. Die Diagnose im Krankenhaus ist niederschmetternd: Querschnittslähmung. Doch während die Mutter des Jungen (Amina Gusner) um die Zukunft ihres Sohnes bangt, deckt die Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand (Marie Gruber) eine grausame Wahrheit auf. Die Cross-Maschine wurde manipuliert, was den Sturz unausweichlich machte. Da Jonas nur ausnahmsweise auf das Motorrad seines Trainers stieg, stellt sich für Schmücke und Schneider sofort die alles entscheidende Frage: Galt dieser feige Anschlag wirklich dem Jungen oder sollte eigentlich Maik Raake ausgeschaltet werden? Der Trainer selbst gibt sich gegenüber den Ermittlern wortkarg, doch sein Umfeld, allen voran seine Frau Jasmin Raake (Caroline Scholze), scheint mehr zu wissen, als sie preisgibt.
Erpressung und dunkle Schatten hinter der Rennstrecke
Während Schneider in der kriminellen Vergangenheit des Trainers wühlt und dabei auf den rachsüchtigen Ingo Jessen (Zsolt Bács) stößt, rückt eine weitere dubiose Figur in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Stefan Bachmeier (Hans Heller), der ehrenamtliche Verwaltungschef der Strecke, gerät unter massiven Druck, als die Kommissare eine perfide Erpressung aufdecken. Es stellt sich heraus, dass Raake seinen Chef Bachmeier mit einem schrecklichen Wissen in der Hand hat. Das seltsame Verhalten von Bachmeiers Sohn Tim (Leonard Carow) führt die Ermittler zunächst auf eine falsche Fährte, die auf einen Missbrauch innerhalb der Familie hindeutet. Doch die Staatsanwältin Dr. Iris Meissner (Katerina Jacob) und die Rechtsmedizin unter Dr. Klaus Piepe (Klaus-Jürgen Steinmann) stoßen bei ihren Untersuchungen auf Unstimmigkeiten, die den Fall in eine völlig neue, noch erschreckendere Richtung lenken.
Die Entlarvung eines perfiden Doppellebens
In einem packenden Finale müssen Schmücke und Schneider erkennen, dass das wahre Grauen sich hinter einer bürgerlichen Maske versteckt. Es kommt ans Licht, dass Stefan Bachmeier nicht seinen eigenen Sohn, sondern dessen Schulkameraden Maurice Mertens (Timon Wloka) missbraucht hat. Als Lehrer und Vertrauensperson nutzte er seine Macht schamlos aus, während Raake dieses Wissen schlichtweg zu Geld machen wollte. Die Verzweiflung über die ständige Erpressung trieb Bachmeier schließlich dazu, die Bremsen des Motorrads zu manipulieren, um seinen Peiniger zum Schweigen zu bringen. Dass stattdessen Jonas für immer in den Rollstuhl gezwungen wurde, ist die tragische Bilanz eines Falls, der durch das intensive Spiel von Darstellern wie Ruth Reinecke als Schulleiterin und Antje Schmidt als verzweifelte Mutter eine ungeheure Wucht entwickelt. Dieser "Polizeiruf 110" im MDR ist ein Muss für jeden Krimifan, der Wert auf Tiefgang und erstklassige Schauspielkunst legt.








