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Zur Erinnerung an Alexander Held: "München Mord - Das Kamel und die Blume" heute (20.05.2026) im ZDF

Mittwoch, 20.05.2026 10:34 Uhr | Tags: ZDF, Krimi, München Mord, Alexander Held, Marcus Mittermeier
"München Mord - Das Kamel und die Blume": Ludwig Schaller (Alexander Held, l.) fragt Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, M.) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, r.), ob sie eine handschriftliche Nachricht an die Hüttenbesitzer entziffern können.
"München Mord - Das Kamel und die Blume": Ludwig Schaller (Alexander Held, l.) fragt Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, M.) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, r.), ob sie eine handschriftliche Nachricht an die Hüttenbesitzer entziffern können.
© ZDF/Jürgen Olczyk

Eine manipulierte Gasleitung in einer Münchner Kleingartenkolonie bildet den Ausgangspunkt für eine packende Ermittlung im Krimi "Das Kamel und die Blume" aus der Reihe "München Mord", die das ZDF heute um 20:15 Uhr ausstrahlt. Die Wiederholung steht ganz im Zeichen der Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen Hauptdarsteller Alexander Held. Der Charakterdarsteller, der über viele Jahre hinweg als eigenwilliger und tiefgründiger Ermittler Ludwig Schaller das Gesicht dieser Reihe prägte, hinterlässt eine gewaltige Lücke in der deutschen Fernsehlandschaft. Mit seiner unnachahmlichen, leisen Präsenz und seiner enormen schauspielerischen Bandbreite verlieh er der Figur eine unvergessliche Tiefe. Dieser Film zeigt noch einmal eindringlich sein ganzes Können und setzt dem Ausnahmeschauspieler ein würdiges Denkmal.

Eine vorsätzliche Detonation und die Spur der Eifersucht

Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf, als das unkonventionelle Kommissar-Trio um Ludwig Schaller, Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) eine heftige Explosion mit Todesfolge in einer Schrebergarten-Siedlung untersuchen muss. Was zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich bei der Spurensicherung rasch als kaltblütiger Anschlag, da die Gasleitung der Laube absichtlich manipuliert wurde. Kurz darauf taucht die völlig aufgelöste Celine Papst (Lena Meckel) am Tatort auf, da sie und ihr neuer Lebensgefährte Karim Baschir (Hassan Akkouch) die Hütte regelmäßig nutzen. Die Parzelle gehört eigentlich Celines Vater Oliver Papst (Rufus Beck), doch die Sorge der jungen, schwangeren Frau gilt ganz allein ihrem Partner. Celine hat sich erst kürzlich von ihrem Ex-Freund Patrick Schubert (Timur Bartels) getrennt, der die Trennung jedoch nicht akzeptieren will und in Karim einen verhassten Rivalen sieht. Patricks krankhafte Eifersucht eskaliert völlig, als er den neuen Freund seiner Ex-Freundin entführt, wobei auch Celines Vater eine dubiose Rolle in dem Familiendrama zu spielen scheint.

Rechte Dating-Plattformen und Ärger mit der Chefetage

Während Ludwig Schaller und Harald Neuhauser dem Entführer nachjagen, schlittert ihre Kollegin Angelika Flierl in eine ganz eigene, private Krise. Auf der Suche nach der großen Liebe nutzt sie eine Internet-Plattform für Verabredungen, schöpft beim ersten realen Treffen mit einem der Kandidaten jedoch schnell Verdacht. Bei der Überprüfung der Daten stellt sich heraus, dass sie arglos einer polizeibekannten, extrem rechtsgesinnten Agentur aufgesessen ist. Dieser Fehltritt bleibt in der Behörde nicht unbemerkt und brockt der Ermittlerin heftigen Ärger mit Kriminaloberrat Helmut Zangel (Christoph Süß) ein. In dieser brenzligen Situation beweisen die drei Münchner Ermittler jedoch echten Zusammenhalt, denn Harald und Schaller stellen sich bedingungslos vor ihre bedrängte Kollegin und pfeifen auf die strengen Dienstvorschriften.

Melancholie und trockener Humor statt klassischer Action

Der Reiz der Episode "Das Kamel und die Blume" aus der Reihe "München Mord" liegt in ihrer leisen, fast melancholischen Grundstimmung, da das Ermittler-Team in einem dichten Geflecht aus verletzten Beziehungen und alten Kränkungen navigieren muss. Die Produktion verzichtet auf laute Action und setzt stattdessen auf ruhige Bilder sowie einen herrlich trockenen Humor, der die skurrilen Figuren in ihren Eigenarten stets ernst nimmt. Das Zusammenspiel mit weiteren Darstellern wie Helmfried von Lüttichau als Woita oder Thomas Wenke als Roland Belling fügt sich harmonisch in die dichte Atmosphäre ein. Am Ende gelingt ein bemerkenswerter Kriminalfilm, der seine Stärke aus der präzisen Beobachtungsgabe zieht und durch das herausragende Spiel von Alexander Held lange im Gedächtnis bleibt.

Der Krimi "Das Kamel und die Blume" aus der Reihe "München Mord" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 19.05.2027).


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