"Aktenzeichen XY... ungelöst" rollt heute (25.02.2026) den Mordfall Seckin Caglar neu auf

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Das ZDF widmet sich heute Abend (25.02.2026) um 20:15 Uhr in einer neuen Ausgabe der Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" einem der erschütterndsten Cold Cases der Kölner Kriminalgeschichte. Moderator Rudi Cerne präsentiert gemeinsam mit den Ermittlern den Mord an der damals 16-jährigen Seckin Caglar, die im Jahr 1991 auf dem Heimweg von ihrer Ausbildungsstelle grausam getötet wurde. Über drei Jahrzehnte blieb das Verbrechen ungeklärt, doch dank modernster Kriminaltechnik und einer neuen DNA-Spur schöpft die Polizei Köln nun wieder Hoffnung. Der Filmbeitrag soll das Geschehene detailliert rekonstruieren und Zeugen dazu bewegen, ihr jahrelanges Schweigen endlich zu brechen, um der Familie des Opfers nach all der Zeit Gewissheit zu verschaffen.
Ein verhängnisvolles Verpassen an der Haltestelle
Die Tragödie nahm am Abend des 16. Oktober 1991 ihren Lauf, als die junge Auszubildende Seckin Caglar nach Feierabend ihre Arbeitsstelle in einer Apotheke am Kölner Neumarkt verließ. Wie gewöhnlich nutzte sie die Straßenbahn der Linie 7, um zu ihrer elterlichen Wohnung im Stadtteil Poll zu fahren. Dort kam sie jedoch nie an. Tragischerweise verpasste sie ihren Vater, der sie normalerweise an der Haltestelle abholte, um nur wenige Minuten. Während die Eltern bereits voller Sorge nach ihrer Tochter suchten, geschah das Unfassbare: Nur etwa 50 Meter von der Haltestelle entfernt wurde das Mädchen abgefangen, sexuell missbraucht und erwürgt. Am nächsten Morgen fand ein Passant ihren leblosen Körper in einem Gebüsch direkt an einem viel befahrenen Weg.
Neue Hoffnung durch genetischen Fingerabdruck
Jahrzehntelang tappten die Beamten im Dunkeln, doch der Fall wurde nie ganz zu den Akten gelegt. Vor einiger Zeit gelang es Experten, an der Kleidung des Opfers eine männliche DNA-Spur zu sichern, die eindeutig dem Täter zugeordnet werden kann. Dieser wissenschaftliche Durchbruch führte bereits im Jahr 2023 zu einem groß angelegten DNA-Reihentest, bei dem hunderte Männer aus dem Umfeld des Tatorts um eine Speichelprobe gebeten wurden. Da ein direkter Treffer bislang ausblieb, setzt die Mordkommission nun auf die enorme Reichweite des ZDF-Klassikers "Aktenzeichen XY... ungelöst". Die Ermittler sind überzeugt, dass der Täter aus dem damaligen lokalen Umfeld stammt oder zumindest einen starken Bezug zum Kölner Stadtteil Poll hatte.
Die Suche nach dem Mitwisser
Ein zentraler Aspekt der morgigen Sendung wird die Frage nach Personen sein, die zur Tatzeit oder in den Jahren danach verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Oftmals verändern Täter nach einer solch massiven Tat ihr Verhalten, ziehen sich plötzlich zurück oder zeigen eine auffällige Nervosität. Die Polizei hofft darauf, dass sich nach über 34 Jahren Menschen melden, die damals vielleicht eine Vermutung hatten, diese aber aus Loyalität oder Angst niemals aussprachen. Da sich Lebensumstände und Beziehungen über die Jahrzehnte ändern, setzen die Beamten darauf, dass ehemalige Freunde, Partner oder Nachbarn des Täters heute bereit sind, ihr Wissen mit der Polizei zu teilen.
Gerechtigkeit kennt kein Verfallsdatum
Die Ausstrahlung bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" ist für die Angehörigen ein hochemotionaler Moment, da der Fall nun wieder bundesweit im Fokus steht. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, doch die Kriminalisten betonen immer wieder, dass Mord nicht verjährt. Durch die Kombination aus modernster Genetik und klassischer Zeugensuche soll der Mörder von Seckin Caglar endlich zur Rechenschaft gezogen werden. Wer morgen Abend die Sendung verfolgt, wird Zeuge einer akribischen Ermittlungsarbeit, die nur ein Ziel verfolgt: Ein Gesicht zu der anonymen DNA-Spur zu finden und ein dunkles Kapitel abzuschließen.
Ab 20:15 Uhr ist die aktuelle Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








