"Ein starkes Team" unter Druck: Serienmörder-Jagd & Podcast-Chaos heute (10.01.2026) im ZDF-Krimi "Das letzte Opfer"
Das Berliner Pflaster wird am heutigen Samstagabend (10.01.2026) einmal mehr zum Schauplatz für Otto Garber (Florian Martens) und Linett Wachow (Stefanie Stappenbeck), wenn das ZDF um 20:15 Uhr die neue Folge "Ein starkes Team - Das letzte Opfer" ausstrahlt. In diesem Fall bekommt es das eingespielte Ermittler-Duo nicht nur mit einer undurchsichtigen Leichenserie zu tun, sondern auch mit den modernen Auswüchsen der Medienlandschaft. Die Folge greift den aktuellen Trend zu True-Crime-Podcasts auf und platziert einen dieser digitalen Geschichtenerzähler als massiven Störfaktor mitten in die polizeilichen Ermittlungen. Dieser bewusste Seitenhieb der Autoren auf die wachsende Konkurrenz zwischen fiktionalem Fernsehkrimi und realem Kriminal-Content verleiht der Episode eine angenehm zeitgemäße Note, auch wenn die klassische Ermittlungsarbeit natürlich im Zentrum bleibt. Der Samstagskrimi "Ein starkes Team - Das letzte Opfer" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.
Zweifel an der SOKO und eine folgenschwere Entdeckung
Alles beginnt mit dem Verschwinden von Charlotte Mauser, die laut der SOKO-Leiterin Corinna Giebelhausen (Katja Weitzenböck) einem Serienmörder zum Opfer gefallen sein soll. Während die offizielle Linie der Ermittlungsbehörden steht, meldet Nils Makowski (Lucas Reiber) berechtigte Zweifel an und bringt das Team dazu, eigene Wege zu gehen. Otto und Linett tauchen tief in das Umfeld der Vermissten ein und nehmen eine Gemeinschaftspraxis unter die Lupe, in der Charlotte mit ihrem Mann Jörg (Artjom Gilz) sowie dem befreundeten Paar Roland (Franz Dinda) und Ruby (Jessica Ginkel) gearbeitet hat. Schnell wird klar, dass die Fassade der harmonischen Freundschaft bröckelt und hinter den Kulissen der Praxis ganz andere Spannungen herrschen. Der Fall nimmt jedoch eine völlig unerwartete Wendung, als das Team, unterstützt von Reddemann (Arnfried Lerche) und dem gewitzten Sputnik (Jaecki Schwarz), zu einer weiteren Leiche gerufen wird. Ein vermeintlicher Unfalltod entpuppt sich als Mord, und der Fund im Kofferraum des Toten stellt alles auf den Kopf: Der Verstorbene scheint tatsächlich der gesuchte Serienmörder zu sein, doch die Beweise belegen eindeutig, dass er für den Tod von Charlotte Mauser nicht verantwortlich sein kann.
Falsche Fährten und ein eigenwilliger tierischer Star
Hinter den Kulissen der Produktion gab es bei dieser Folge einige Besonderheiten, die das Endergebnis maßgeblich beeinflussten. So war der Tote im Kofferraum ursprünglich im Drehbuch gar nicht als Leiche vorgesehen; die Autoren bauten die Geschichte während der Entwicklung mehrfach um, um den dramatischen Twist zu verstärken und ein klassisches "Whodunit" zu kreieren. Das Team verfolgt in dieser Episode ungewöhnlich viele falsche Fährten, was den Zuschauer bei der Stange halten soll. Für eine Prise Skurrilität sorgt zudem ein Frettchen, das eine überraschend prominente Rolle spielt. Gerüchten vom Set zufolge soll das kleine Tier deutlich schwieriger zu dirigieren gewesen sein als jeder menschliche Nebendarsteller, was der Produktion und den Akteuren wie Sputnik (Jaecki Schwarz), Dr. Gabriele Simkeit (Eva Sixt) oder Luisa Knapp (Maja Bons) wohl so manche Schweißperle auf die Stirn trieb.
Solide Krimikost mit kleinen Schwächen
Trotz der spannenden Grundidee und der gewohnt souveränen Leistung des Hauptcasts bleibt am Ende ein gemischtes Fazit. Die Episode bemüht sich redlich um eine Mischung aus Humor, Zeitgeist und harter Ermittlungsarbeit, wirkt dabei aber in manchen Passagen, etwa im Zusammenspiel mit Jennifer Busse (Kathleen Morgeneyer) oder Antonia Kriesch (Kaya Marie Möller), etwas uneinheitlich. Während die Dynamik zwischen den bekannten Charakteren wie gewohnt funktioniert, verliert die Story zwischendurch immer wieder an Tempo. Wer jedoch Lust auf solide, ordentlich produzierte Samstagabend-Unterhaltung hat und sehen möchte, wie sich das Team im Wettlauf gegen die Zeit gegen einen Podcast-Konkurrenten und störrische Kleintiere schlägt, wird auch mit "Das letzte Opfer" seinen Frieden machen.








