Happy-Spots - Mein Online Magazin

Früher Dresden-Tatort "Laura mein Engel" führt Ehrlicher und Kain heute (18.03.2026) im MDR an ihre Grenzen

Mittwoch, 18.03.2026 12:00 Uhr | Tags: MDR, Krimi, Tatort, Peter Sodann, Bernd Michael Lade

Der MDR strahlt heute (18.03.2026) um 22:10 Uhr ein Stück Tatort-Geschichte aus, das nichts von seiner beklemmenden Intensität verloren hat. In der Wiederholung des frühen Dresden-Tatorts "Laura mein Engel" aus den 90er Jahren tauchen die Ermittler Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und sein Assistent Kain (Bernd Michael Lade) tief in die düsteren Nachwendewirren ein, in denen Menschenhandel und verlorene Identitäten ein tödliches Netz spinnen. Es ist einer jener frühen Krimis aus Sachsen, die den spröden Charme der Neunziger perfekt einfangen und gleichzeitig ein Thema anpacken, das den Puls des Zuschauers auch Jahrzehnte später noch in die Höhe treibt. Wer Peter Sodann in seiner Paraderolle als granteliger, aber herzensguter Kommissar erleben will, kommt an diesem packenden Drama nicht vorbei.

Ein verstummtes Kind und die Spur des Perückenmörders

Alles beginnt in der Dresdner Dienststelle mit einem Mädchen, das buchstäblich die Sprache verloren hat. Das Kind Laura (Davia Dannenberg) steht unter Schock und verschwindet so plötzlich, wie es aufgetaucht ist, während Ehrlicher durch einen Anruf abgelenkt wird. Kurze Zeit später folgt die schreckliche Gewissheit: In einem Motel wurde die Leiche von Annerose Berkau gefunden - Lauras Mutter. Die Ermittlungen führen das Duo schnell zu einem mysteriösen blonden Mann, der am Vorabend mit der Toten über Geld stritt und laut Zeugenaussagen eine Perücke trug. Was zunächst nach einer persönlichen Tragödie aussieht, entpuppt sich als weitaus perfideres Komplott, bei dem die kleine Laura das einzige Hindernis für einen skrupellosen Täter darstellt.

Von der DDR-Flucht zum internationalen Mädchenhandel

Die Recherche von Ehrlicher und Kain fördert eine tragische Biografie zu Tage, die tief in der deutsch-deutschen Vergangenheit verwurzelt ist. Annerose Berkau wurde 1986 bei einem Fluchtversuch aus der DDR von ihrem Kind getrennt - eine Wunde, die nie heilte. Während Laura in thüringischen Heimen aufwuchs, suchte die Mutter nach einem Ausweg und geriet dabei an die falschen Leute. Ehrlicher kombiniert messerscharf, dass der gesuchte Perückenmann der Niederländer Loris (Johan Ooms) sein muss - ein berüchtigter Drahtzieher im Bereich der Kinderprostitution. Die Jagd verlagert sich nach Halle, wo Laura bei ihrer Freundin Marie (Beate Finckh) Schutz sucht, doch der Mörder ist ihr bereits dicht auf den Fersen und nutzt die Medien, um das Mädchen durch gezielte Falschmeldungen in die Falle zu locken.

Showdown in der Werkstatt und ein spätes Familienglück

In den dunklen Winkeln Dresdens spitzt sich die Lage dramatisch zu, als Loris das Versteck in einer illegalen Werkstatt ausfindig macht und Laura entführt. Ein perverser "Freier" wartet bereits auf das Kind, doch die Ermittler geben nicht auf. Durch ein nervenzehrendes Verhör des Komplizen Achim (Peter W. Bachmann) gelangt Ehrlicher an die entscheidende Telefonnummer, die ihn direkt zum Hauptquartier der Verbrecher führt. Im letzten Moment können die Beamten zugreifen und den Sumpf aus Immobilienhaie und Menschenhändlern trockenlegen. Am Ende dieses emotionalen Kraftakts steht jedoch nicht nur die Verhaftung der Täter, sondern ein echtes Wunder: Lauras italienische Großmutter (Elma Karlowa) kann ausfindig gemacht werden. Die erste Begegnung zwischen Enkelin und Oma bildet den versöhnlichen Schlusspunkt dieses Dresden-Tatorts, der zeigt, dass Gerechtigkeit manchmal doch siegt, bevor Ehrlicher schon wieder zum nächsten Tatort eilen muss.


Das könnte Sie auch interessieren

(DJD). Erst färben sich die Bäume bunt, später überziehen glitzernde Eiskristalle das Schilf am Ufer, und mit den ersten Sonnenstrahlen verzieht sich der Frühnebel von der spiegelglatten Wasserfläche: Am Bodensee ist die kühle Jahreszeit wie geschaffen, um in der Natur zur Ruhe zu kommen. Zwischen Lindau und Bodman-Ludwigshafen gibt es abwechslungsreiche... weiterlesen

Wenn die Tage kürzer werden und die ersten kalten Winde durch die Straßen wehen, verlagert sich das Leben nach drinnen. Wir sehnen uns nach Geborgenheit, sanftem Licht und diesem unnachahmlichen Hygge-Gefühl, das die dunkle Jahreszeit so magisch macht. Ein Deko-Element hat sich dabei in den letzten Jahren vom nostalgischen Klassiker zum absoluten Trendobjekt entwickelt: der... weiterlesen

Die Tage werden kürzer, die Kerzen brennen öfter und die Frage stellt sich: Welcher Adventskalender versüßt uns in diesem Jahr eigentlich die Wartezeit bis Weihnachten? Wer glaubt, Schokoladen-Kalender wären nur etwas für Kinder, irrt gewaltig. Die Auswahl reicht längst vom nostalgischen Supermarkt-Klassiker bis hin zur edlen Bio-Manufaktur-Praline. ... weiterlesen

(DJD). Autos fahren elektrisch, Windräder liefern grünen Strom und Künstliche Intelligenz gehört zum Alltag: Unsere Welt wird immer digitaler, vernetzter und elektrischer. Fast könnte man meinen, sie werde dabei immateriell. Doch im Hintergrund sorgt ein echter Superheld dafür, dass all das funktioniert: Kupfer. Unscheinbar, rötlich schimmernd und seit... weiterlesen