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Gallier auf Fernostkurs: Free-TV-Premiere "Asterix & Obelix im Reich der Mitte" heute (28.09.2025) auf Sat.1

Sonntag, 28.09.2025 14:22 Uhr | Tags: Sat.1, Free-TV-Premiere

Heute (28.09.2025) um 20:15 Uhr feiert ein gigantisches Filmabenteuer seine Free-TV-Premiere in Sat.1: "Asterix & Obelix im Reich der Mitte". Diese fünfte Realverfilmung der berühmten Gallier-Comics schlägt einen völlig neuen Weg ein. Statt auf einer klassischen Vorlage zu basieren, schickt Regisseur und Hauptdarsteller Guillaume Canet (als Asterix) die beiden unbeugsamen Helden auf eine originelle und visuell opulente Reise in das alte China.

Gallische Helden und ein schwedischer Krieger

Der Film präsentiert sich als Neuanfang für die beliebte Reihe. Nachdem Gérard Depardieu vier Filme lang Obelix verkörperte, übernimmt nun Gilles Lellouche die Rolle des dicksten Galliers - eine Herausforderung, die er mit viel Herz meistert. Regisseur Canet, der sich selbst die Rolle des Asterix auf den Leib schrieb, schuf eine Geschichte, die sich zwar von den Comic-Bänden löst, aber alle liebgewonnenen Elemente beibehält: den Zaubertrank, die Prügeleien und den römischen Größenwahn.

Für das kurioseste Casting-Highlight sorgt allerdings Fußball-Superstar Zlatan Ibrahimović. Er gibt sein Kinodebüt als römischer Legionär Caius Antivirus und liefert eine so martialische wie komische Performance. Allein seine Auftritte, inklusive eines Schlachtrufs aus der Welt der Videospiele, sind ein Fest für jeden Fan und ein Beweis für den Mut des Films, ungewohnte Wege zu gehen.

Budget-Bombast und liebevolle Hommagen

Mit einem gewaltigen Budget von über 72 Millionen Dollar zählt "Asterix & Obelix im Reich der Mitte" zu den teuersten europäischen Produktionen der Filmgeschichte. Und dieser finanzielle Aufwand ist auf der Leinwand jederzeit sichtbar: Martial-Arts-Einlagen im chinesischen Stil, prunkvolle Kostüme und aufwendige Kulissen, gedreht in Frankreich und Marokko, machen den Film zu einem echten visuellen Bombast.

Mitten in diesem Spektakel steckt auch ein liebevoller Insider-Gag für Kenner: Die Szene, in der Pierre Richard als Druide Miraculix im Treibsand versinkt, ist eine augenzwinkernde Hommage an den Film "Der Hornochse und sein Zugpferd" - damals versank Richard an der Seite von Obelix-Vorgänger Depardieu im gleichen Schlamassel.

Die Mission: Eine Kaiserin befreien

Die Handlung beginnt dramatisch: Die Kaiserin von China wird bei einem Staatsstreich gefangen genommen. Ihre Tochter, Prinzessin Wun Da, flüchtet bis nach Gallien, um Häuptling Majestix um Hilfe zu bitten. Ohne Zögern machen sich Asterix und Obelix auf den langen Weg nach China.

Auf ihrer Fährte befindet sich auch der ewige Gegenspieler Julius Caesar. Er hat sich mit den Aufständischen verbündet, um selbst Kaiser von China zu werden – aus keinem geringeren Grund, als seine Beziehung mit der beeindruckenden Kleopatra zu retten. Nach dem obligatorischen, aber stets willkommenen Zusammentreffen mit den Piraten erreicht die gallische Truppe China, befreit die Kaiserin und stellt sich schließlich dem finalen Kampf gegen Caesar und die römische Armee.

Trotz mancher Kritik am teils platten Humor und der vorhersehbaren Geschichte bietet dieser Film alles, was ein Fan des Comics erwartet: reichlich Action, Nostalgie und ein Wiedersehen mit den unschlagbaren Helden in einer exotischen, neuen Umgebung. Es ist ein farbenfrohes, energiegeladenes Spektakel für die ganze Familie.

Lohnt sich das Einschalten?

Ob sich das Einschalten bei "Asterix & Obelix im Reich der Mitte" lohnt, hängt stark davon ab, was man erwartet - nostalgisches Comic-Flair oder cineastische Raffinesse. Der Film bietet zweifellos opulente Bilder, ein hohes Produktionsniveau und eine Starbesetzung, die neugierig macht: Guillaume Canet als Asterix, Gilles Lellouche als Obelix, Vincent Cassel als Julius Cäsar und Zlatan Ibrahimović als martialischer Legionär Antivirus. Die Kulissen wechseln zwischen gallischem Dorf, römischem Palast und fernöstlicher Pracht - visuell ist einiges geboten.

Inhaltlich bleibt der Film jedoch auf vertrautem Terrain: eine simple Handlung, viel Slapstick und anachronistische Gags, die nicht immer zünden. Kritiker bemängeln, dass viele Pointen zu vorhersehbar sind und die Story trotz Original-Drehbuch eher konstruiert wirkt. Positiv hervorgehoben werden die Martial-Arts-Sequenzen, die überraschend gut choreografiert sind, sowie die liebevolle Ausstattung, die das hohe Budget von über 70 Millionen Euro sichtbar macht.

Wer also Lust auf leichte Familienunterhaltung mit gallischem Humor, visueller Wucht und einem Hauch Fernost hat, wird solide bedient. Wer hingegen auf feinsinnige Satire oder originelle Storywendungen hofft, könnte enttäuscht werden. Kurz gesagt: Einschalten lohnt sich - aber am besten mit einem Zaubertrank aus Nachsicht und Nostalgie.


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