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GZSZ-Fiesling Jo Gerner wird zum Profiler: "Haveltod - Ein Potsdam-Krimi" feiert heute (13.01.2026) Premiere

Dienstag, 13.01.2026 13:53 Uhr | Tags: RTL, Krimi, Haveltod, Potsdam-Krimi, Wolfgang Bahro
"Haveltod - Ein Potsdam-Krimi": Armin (Wolfgang Bahro, l.) findet Gregor (Felix Kreutzer) verletzt im Parkhaus am Boden, der Angreifer ist verschwunden.
"Haveltod - Ein Potsdam-Krimi": Armin (Wolfgang Bahro, l.) findet Gregor (Felix Kreutzer) verletzt im Parkhaus am Boden, der Angreifer ist verschwunden.
© RTL / Stephan Rabold

RTL wagt heute Abend (13.01.2026) um 20:15 Uhr ein spannendes Experiment und schickt einen der bekanntesten TV-Gesichter Deutschlands in ein völlig neues Genre. Wolfgang Bahro (Wolfgang Bahro), den Millionen Zuschauer seit Jahrzehnten als den intriganten und skrupellosen Professor Jo Gerner aus "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" kennen und hassen lieben, tauscht den Designeranzug des Anwalts gegen die analytische Schärfe eines Kriminalexperten. In der Premiere der neuen Krimireihe "Haveltod - Ein Potsdam-Krimi" übernimmt er die Rolle des Armin Weber, dem wohl fähigsten Profiler des Landes. An seiner Seite agiert Felix Kreutzer (Felix Kreutzer) als sein Sohn Gregor Weber, ein Kriminalhauptkommissar, der mit der überlebensgroßen Aura seines Vaters zu kämpfen hat. Die Dynamik zwischen den beiden verspricht eine emotionale Wucht, die weit über einen gewöhnlichen Ermittler-Alltag hinausgeht, da das Vater-Sohn-Gespann nach jahrelanger Funkstille gezwungen ist, wieder eine gemeinsame Sprache zu finden.

Ein grausiger Fund im Schatten der Heilandskirche

Die idyllische Kulisse von Potsdam wird jäh erschüttert, als im Glockenturm der berühmten Heilandskirche eine junge Frau tot aufgefunden wird. Die Inszenierung der Leiche ist so auffällig und präzise gewählt, dass Kriminalhauptkommissar Gregor Weber sofort eine dunkle Vorahnung beschleicht. Schnell wird klar, dass dieser Fall erschreckende Parallelen zu einem ungelösten Mord aus der Vergangenheit aufweist, der bereits damals tiefe Gräben in der Familie Weber hinterlassen hat. Es war Gregors erster Fall als junger Kommissar, bei dem Armin ihn ohne Vorwarnung vom Dienst abziehen ließ – ein Verrat, den der Sohn seinem Vater bis heute nicht verziehen hat. Nun stehen sie sich erneut gegenüber, getrieben von der Notwendigkeit, einen Mörder zu stoppen, der die psychologischen Abgründe seiner Taten förmlich zelebriert. Während Armin versucht, mit seiner Expertise in den Kopf des Killers einzutauchen, müssen beide Männer gegen ihre eigenen Dämonen und die unterdrückten Verletzungen der letzten Jahre ankämpfen.

Kalte Bilder und psychologische Zerreißproben

In dieser ersten Episode mit dem Titel "Im Kopf eines Killers" wird schnell deutlich, dass die Serie einen ungewöhnlichen erzählerischen Weg einschlägt. Statt auf klassische Ermittlungsarbeit zu setzen, fungiert die Perspektive des Täters als der eigentliche Motor der Handlung, was eine beinahe klaustrophobische Atmosphäre erzeugt. Sinje Irslinger (Sinje Irslinger) als Sanni Beusen und Rosa Enskat (Rosa Enskat) in der Rolle der Victoria Gonzales ergänzen das Team um weitere Nuancen, während Katrin Heller (Katrin Heller) als Miriam Nagel das Ensemble vervollständigt. Die Inszenierung besticht durch kühle, fast schon sterile Bilder und verzichtet konsequent auf überflüssige Effekthascherei oder schwülstige Dialoge. Stattdessen dominieren kurze, harte Wortwechsel, die die Anspannung zwischen den Charakteren und die Bedrohung durch den unbekannten Gegner greifbar machen. Es ist ein Krimi, der den Zuschauer dazu zwingt, einem Menschen beim inneren Absturz zuzusehen, während die Ermittler selbst im Fadenkreuz eines übermächtigen Killers landen.

Ein präziser Plot ohne unnötige Schnörkel

Wolfgang Bahro gelingt es meisterhaft, die Figur des Armin Weber mit einer melancholischen Tiefe zu füllen, die man so von ihm bisher selten gesehen hat. Die Stärke von "Haveltod - Ein Potsdam-Krimi" liegt in der Reduzierung auf das Wesentliche, wodurch ein stetiges Gefühl der Unruhe entsteht, das sich durch die gesamte Sendezeit zieht. Es geht weniger um überraschende Wendungen im Minutentakt als vielmehr um die präzise Führung eines Handlungsstrangs, der den psychischen Verfall des Täters in den Mittelpunkt rückt. Armin Weber muss all seine Erfahrung aufbieten, um die rätselhaften Spuren zu deuten, bevor der Killer erneut zuschlägt und die Familie Weber endgültig zerstört. Am Ende bleibt ein moderner Potsdam-Krimi, der durch seine kühle Ästhetik und die starke Präsenz seiner Hauptdarsteller überzeugt und hoffentlich den Grundstein für eine langlebige neue Reihe bei RTL legt.


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