Leipzig-Tatort "Abseits": Ehrlicher und Kain im Sumpf der Sport-Elite heute (02.02.2026) im MDR

© MDR/Spitz
Im MDR wird heute (02.02.2026) um 20:15 Uhr der Leipzig-Tatort "Abseits" wiederholt. Die Handlung setzt kurz vor der feierlichen Wiedereröffnung des Zentralstadions ein, das als neues Aushängeschild der Stadt glänzen soll. Während Stadionleiter Hartmut Utz (Fritz Wepper) sich bereits auf der Videowand als Erfolgsgarant feiern lässt, wird im Hintergrund eine Leiche beseitigt. Die Personalmanagerin Susanne Fellner wurde am Osttor des Stadions erschlagen. Hauptkommissar Bruno Ehrlicher (Peter Sodann), der eigentlich mit Frederike (Annekathrin Bürger) im Zug nach Paris sitzen wollte, wird vom Polizeipräsidenten Dr. Brettschneider (Hanns-Jörn Weber) direkt vom Bahnhof zurückbeordert. Zusammen mit seinem Kollegen Kain (Bernd Michael Lade) übernimmt er die Ermittlungen in den Katakomben der Arena.
Korruption und verdeckte Geschäfte hinter der Arena-Fassade
Die Kommissare stoßen bei ihrer Arbeit auf ein vergiftetes Betriebsklima. Susanne Fellner war bei den Angestellten verhasst, da sie ausschließlich ihre eigene Karriere verfolgte und keine Rücksicht auf langjährige Mitarbeiter nahm. So hatte sie kurz zuvor den vorbestraften Ex-Boxer Ralf Rogge (Igor Jeftić) gefeuert. Dieser gerät schnell unter Verdacht, nachdem er das Tanzstudio von Annas (Julia Thurnau), der Schwester der Ermordeten, demoliert und die Polizei angegriffen hat. Doch die Ermittlungen weiten sich aus, als Kain in einem Spind Beweise für illegale Geschäfte findet. Es stellt sich heraus, dass Hannelore Utz (Charlotte Schwab) über die Briefkastenfirma Pegasus Sportswear und den Ex-Profi Dirk Jammers (Michael Günther) lukrative Aufträge des Stadions abgriff. Marketingmanager Jost Meckel (Zacharias Preen) versucht derweil verzweifelt, den Skandal im Hinblick auf die Eröffnungsfeier klein zu halten.
Die tödliche Konsequenz sozialer Kälte
Der Fall nimmt eine entscheidende Wendung, als Ehrlicher und Kain den frisch gereinigten Teppich im Büro von Hartmut Utz untersuchen. Obwohl Utz gesteht, die Leiche gemeinsam mit seiner Frau weggeschafft zu haben, passt die Tatwaffe nicht zu den ersten Vermutungen. Die Spur führt schließlich zum Platzwart Georg Bracht (Günter Junghans), einem Mann der ersten Stunde. Die ermordete Fellner hatte dessen 40. Dienst-Jubiläum gestrichen und wollte den alten Mann entlassen. Diese soziale Demütigung war für seinen Sohn Daniel (Siegfried Terpoorten), den technischen Leiter des Stadions, nicht hinnehmbar. In einem Moment blinder Wut erschlug er die Frau mit einer Metall-Taschenlampe. Der Film beleuchtet die Kluft zwischen den neuen Managertypen und den einfachen Arbeitern, die für den Prestigeobjekt-Bau ihr Leben gaben.








