Mammografie: Künstliche Intelligenz (KI) kann Brustkrebs früher entdecken - heute (03.02.2026) bei "Visite" im NDR

© KI/HappySpots
Künstliche Intelligenz (KI) verbessert als präzises Werkzeug die Mammografie, indem sie Radiologen dabei unterstützt, Brustkrebs früher und sicherer zu erkennen. Darüber berichtet heute (03.02.2026) ab 20:15 Uhr das Gesundheitsmagazin "Visite" im NDR.
Die medizinische Bildgebung steht vor einem gewaltigen Umbruch, der vor allem die Mammografie als Herzstück der Brustkrebsvorsorge betrifft. Während klassische Röntgenaufnahmen der Brust schon seit Jahrzehnten zum Standard gehören, sorgt derzeit die Integration von künstlicher Intelligenz für einen massiven Qualitätssprung in der Diagnose. Diese digitalen Helfer sind in der Lage, riesige Datenmengen in Sekundenschnelle abzugleichen und kleinste Unregelmäßigkeiten im Gewebe aufzuspüren, die dem menschlichen Auge in der Hektik des Klinikalltags verborgen bleiben könnten. Das Ziel dieser technologischen Aufrüstung ist klar definiert: Tumoren sollen in einem Stadium entdeckt werden, in dem die Heilungschancen am höchsten sind, ohne dabei die Patientinnen durch unnötige Fehlalarme in Panik zu versetzen.
Präzision durch digitale Unterstützung
Aktuelle klinische Studien belegen eindrucksvoll, dass der Einsatz von KI die Arbeit der Radiologen nicht ersetzt, sondern auf ein neues Niveau hebt. Die Software fungiert als unermüdlicher Beifahrer, der verdächtige Stellen markiert und so die Treffsicherheit bei der Auswertung der Mammografiebilder signifikant erhöht. Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die Zahl der fälschlicherweise als krankhaft eingestuften Befunde nicht ansteigt, obwohl insgesamt mehr echte Tumoren gefunden werden. In Deutschland ist das Screening-Programm bislang fest für die Altersgruppe zwischen 50 und 75 Jahren etabliert, doch der Ruf nach einer Ausweitung auf jüngere Frauen wird angesichts dieser Erfolge immer lauter. Die Technik ermöglicht es heute, Diagnosen mit einer Sicherheit zu stellen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar war.
Sicherheit für jede Gewebestruktur
Ein kritischer Punkt bei der herkömmlichen Mammografie war schon immer das dichte Brustgewebe, das auf Röntgenbildern oft schwer zu durchleuchten ist und Krebsherde regelrecht tarnen kann. Hier setzen Mediziner verstärkt auf eine Kombination verschiedener Verfahren, um individuelle Risiken besser abzufangen. Ergänzende Methoden wie der Ultraschall oder die Magnetresonanztomografie, kurz MRT, bieten vor allem Frauen mit genetischer Vorbelastung oder eben sehr festem Drüsengewebe ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Diese spezialisierte Diagnostik stellt sicher, dass kein verdächtiger Schatten übersehen wird, nur weil die anatomischen Voraussetzungen der Patientin komplexer sind. Es geht darum, das Screening weg von einer Einheitslösung hin zu einer maßgeschneiderten Vorsorge zu entwickeln.
Zwischen Vorsorge und Überdiagnose
Trotz aller technischer Fortschritte bleibt die Brustkrebsfrüherkennung ein Balanceakt, bei dem Mediziner stets die Gefahr von Überdiagnosen im Blick behalten müssen. Nicht jede Zellveränderung, die auf einem hochauflösenden Bild dank KI sichtbar wird, muss zwingend zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führen. Dennoch überwiegt der Nutzen einer frühen Entdeckung bei weitem, da sie radikale Operationen und belastende Chemotherapien oft überflüssig macht oder zumindest deren Intensität verringert. Die stetige Weiterentwicklung der Mammografie durch intelligente Algorithmen und ergänzende Schallwellen markiert einen Wendepunkt in der Frauenheilkunde. Es ist eine Entwicklung, die zeigt, dass der kluge Einsatz moderner Technik die Medizin menschlicher macht, indem sie Unsicherheiten reduziert und wertvolle Zeit im Kampf gegen die Krankheit gewinnt.








