RTL Dschungelcamp 2026: Samira Yavuz gibt Nachhilfe zum Thema "Wie funktioniert Reality-TV?"

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Die harte Schule des Showgeschäfts traf im australischen Busch heute auf die geballte Erfahrung einer Frau, die das System von innen kennt. Samira, die sich längst als Expertin für das moderne Fernsehen profiliert hat, gab ihren Mitbewohnern Hardy und Nicole heute (26.01.2026) eine ebenso schonungslose wie unterhaltsame Unterrichtsstunde über die Mechanismen der Branche. Mit einem bitteren Unterton prophezeite sie, dass sich die gesamte Reality-Sparte gerade dezent selbst am Abschaffen sei. Laut ihrer Analyse treiben es vor allem die jungen Teilnehmer immer extremer, nur um die eigene Reichweite für die Zeit nach der Show künstlich aufzublähen. Es gehe oft nur noch um kalkulierten Streit und die Frage, wie man maximalen "Beef" inszenieren kann, um im Gedächtnis der Zuschauer zu bleiben.
Vom Karnickelstall und fehlenden Grenzen
Besonders deutlich wurde Samira bei der Beschreibung der moralischen Verwahrlosung, die sie in vielen Formaten beobachtet. Sie kritisierte scharf, dass in der Szene mittlerweile gebumst werde wie im Karnickelstall - ein wahlloses Durcheinander, bei dem jeder mit jedem ins Bett steige, nur um Sendezeit zu generieren. Nach ihrer drastischen Einschätzung fehlt eigentlich nur noch ein einziger Tabubruch, um das Fass endgültig zum Überlaufen zu bringen: dass jemand mitten ins Wohnzimmer scheißt. Diese harten Worte hinterließen bei Hardy sichtbare Spuren des Entsetzens. Der Schauspieler stellte sofort klar, dass er mit seinen Kindern ein sehr ernstes Wörtchen reden würde, sollten diese jemals den Wunsch äußern, eine Karriere als Reality-TV-Star einzuschlagen.
Nostalgie am Lagerfeuer und der Kultfaktor Dschungel
Trotz der harten Kritik gab es jedoch auch versöhnliche Töne, denn das Dschungelcamp selbst genießt bei den Stars einen Sonderstatus. Nicole bekannte sich offen als großer Fan der Sendung und bezeichnete das Schauen als ihren persönlichen "Urlaub vom Kopf" - ein Ritual, das sie schon seit Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter Grit pflegt. Auch Samira stimmte zu, dass dieses Format unangefochten die größte Unterhaltungsshow in ganz Deutschland sei. Sie erinnerte sich fast wehmütig daran, wie sie bereits zu Grundschulzeiten vor dem Fernseher saß und die Anfänge mit Dirk Bach verfolgte. Das Camp habe sich über Jahrzehnte hinweg eine Relevanz bewahrt, die anderen Shows völlig fehle.
Hardys spätes Ja zum australischen Abenteuer
Eine besonders charmante Anekdote steuerte schließlich Hardy bei, der die gesamte Runde zum Schmunzeln brachte. Er offenbarte, dass er bereits zu Beginn der 2000er Jahre eine Anfrage für die allererste Staffel vorliegen hatte, das Konzept damals jedoch völlig unterschätzte. Er habe schlichtweg nicht an den Erfolg geglaubt und die Teilnahme mit den Worten "Lassen wir das lieber" abgelehnt. Dass er nun, über zwei Jahrzehnte später, doch noch am Lagerfeuer sitzt, kommentierte er mit einer ordentlichen Portion Selbstironie. Es scheint, als habe die Faszination des Formats am Ende selbst die größten Zweifler eingeholt, auch wenn der Weg dorthin für manche ein halbes Leben gedauert hat.








