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Zaster, Zunder und Zynismus im Wien-Tatort "Her mit der Marie!": Warum Eisner und Fellner heute (17.03.2026) den Heinzi jagen

Dienstag, 17.03.2026 13:45 Uhr | Tags: BR Fernsehen, Krimi, Tatort, Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser

Das BR Fernsehen holt heute (17.03.2026) um 20:15 Uhr ein echtes Schmankerl aus dem Archiv und schickt das Kult-Duo Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser) zurück in den tiefen Sumpf der Wiener Unterwelt. Im Wien-Tatort "Her mit der Marie!" fliegen nicht nur die Sprüche tief, sondern auch die Fäuste - und zwischendurch brennt die Hütte lichterloh. Wer auf staubtrockene Ermittlungsarbeit hofft, ist hier falsch, denn dieser Fall ist eine hochexplosive Mischung aus lakonischem Humor, schrägen Milieuvögeln und einem Hauch von Voodoo. Dass die Dreharbeiten in den engen Werkstätten so heiß hergingen, dass das Team die Produktion intern nur noch den "Sauna-Tatort" nannte, spürt man in jeder Sekunde: Hier wird geschwitzt, gelogen und um jede "Marie" - den Wiener Slang für Bargeld - bis aufs Blut gekämpft!

Verkohlte Knochen und ein Heinzi unter Druck

Ein brutaler Fund in einem Waldstück bei Mitterndorf an der Fischa setzt die Lawine in Gang: Eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche liegt dort, hingerichtet durch einen Schuss in die Brust und mit ausgeschlagenen Zähnen. Das Skelett war bei den Dreharbeiten übrigens so erschreckend realitätsnah konstruiert, dass entsetzte Spaziergänger tatsächlich die echte Polizei riefen. Während Moritz Eisner noch über mysteriöse Bremsspuren rätselt, führt eine Tankstellenkamera Bibi Fellner direkt zu einem alten Bekannten: "Inkasso Heinzi" (Simon Schwarz). Dass der Wiener Strizzi überhaupt eine so große Rolle spielt, war reiner Zufall - sein Part wurde erst in letzter Sekunde massiv ausgebaut, weil die Chemie mit dem Ermittlerduo einfach zu genial war. Bibi versucht den Heinzi auf eigene Faust zu decken, doch im Wiener Milieu bleibt kein Geheimnis lange im Dunkeln.

Wenn der Dokta zum Rapport bittet

Hinter dem Toten, der sich als Geldbote Edin Gavric entpuppt, steht ein wahrer Gigant des Verbrechens: der "Dokta" (Erwin Steinhauer). Zusammen mit seiner kongenialen Partnerin, der "Frau Dokta" (Maria Hofstätter), regiert er das organisierte Chaos. Die Szenen zwischen den beiden sind pures Gold, da die Regie den beiden Schauspielgrößen freien Lauf ließ und sie weite Teile ihrer skurrilen Dialoge einfach improvisieren durften. Der Dokta ist stinksauer, denn seine Marie ist weg, und wer den Großkriminellen bestiehlt, spielt mit seinem Leben. Mittendrin steckt der junge Pico "Bello" (Christopher Schärf), der als Nachfolger des Dokta aufgebaut werden soll, aber ganz eigene Pläne für ein Leben in Griechenland schmiedet - natürlich gemeinsam mit dem liebestollen Heinzi.

Ein Geständnis aus dem Jenseits und bittere Tränen

Die Lage eskaliert völlig, als die Ballistik bestätigt, dass ausgerechnet Heinzis Pistole die Tatwaffe ist. In einem dramatischen Finale auf einem Autobahnzubringer kollidieren die Träume vom Auswandern mit der harten Realität der Blutrache. Während Pico in den Armen von Heinzi stirbt und dieser ihm unter Tränen "Irgendwann bleib i dann dort" vorsingt, liefert ein USB-Stick im Haifisch-Design ein vermeintlich wasserdichtes Geständnis. Doch Moritz Eisner lässt sich von so einem "Geständnis aus dem Jenseits" nicht einlullen. Der Clou dieser Folge: Der Schmäh über die Wiener Bargeldkultur zieht sich wie ein roter Faden durch den Plot und gipfelt in einem Finale, das den Zuschauer mit der Frage zurücklässt, wie viel Dreck der Heinzi wirklich am Stecken hat. Einschalten ist Pflicht, denn so viel Wiener Lokalkolorit inklusive eines Auftritts von Kult-Musiker Voodoo Jürgens bekommt man selten serviert!


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