Erbe, Tränen und fatale Diagnosen: Neue Staffel "Der Bergdoktor" startet heute (08.01.2026) im ZDF
Diesen Donnerstagabend haben sich Millionen Fans seit Monaten rot im Kalender markiert, denn heute (08.01.2026) um 20:15 Uhr kehrt "Der Bergdoktor" endlich mit acht brandneuen Folgen auf den Bildschirm zurück. Doch wer romantische Alpenidylle und harmlose Wehwehchen erwartet, wird enttäuscht, denn die 19. Staffel beginnt im ZDF mit einem massiven Paukenschlag. Der plötzliche Tod von Rolf Pflüger (Wolfram Berger) aus dem letzten Finale zieht weite Kreise und legt sich wie ein dunkler Schatten über Ellmau. Es ist spürbar, dass die unbeschwerte Zeit auf dem Gruberhof vorbei ist und die Karten innerhalb der Familie völlig neu gemischt werden. Die Auftaktfolge trägt zwar den hoffnungsvollen Titel "Neuanfänge", doch für Martin Gruber (Hans Sigl) und seine Liebsten fühlt sich dieser Staffelstart eher wie ein emotionaler Überlebenskampf an. Aktuelle Folgen von "Der Bergdoktor" sind auch über die ZDF Mediathek abrufbar.
Ein Erbe ohne Fundament am Abgrund
Besonders hart trifft es in diesem Jahr Lilli Gruber (Ronja Forcher), die von der Produktion endlich die zentrale Rolle bekommt, die ihr nach all den Jahren zusteht. Die junge Frau will Verantwortung übernehmen und den Landhandel ihres verstorbenen Großvaters weiterführen, wie er es sich gewünscht hat. Doch der gut gemeinte letzte Wille entpuppt sich als juristisches Trümmerfeld, da nichts amtlich geregelt wurde. Anstatt den Chefposten zu besetzen, findet sich Lilli in einem gnadenlosen Machtkampf mit ihrer Tante Caro Pflüger (Barbara Lanz) wieder. Caro denkt gar nicht daran, der Nichte entgegenzukommen, und übernimmt kurzerhand das Zepter. Ronja Forcher deutete bereits an, dass die Stimmung am Set ungewöhnlich intensiv war, und man nimmt Lilli diesen tiefen Fall zwischen Trauer und beruflicher Demütigung in jeder Sekunde ab.
Wenn das Schicksal doppelt zuschlägt
Während auf dem Landhandel der Krieg tobt, kämpft Martin Gruber in seiner Praxis gegen eine medizinische Katastrophe, die selbst den erfahrenen Mediziner an seine Grenzen bringt. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Mia (Finja Leonie Meyer) und Noah (Levi Brandl), deren Familie durch eine Trennung ohnehin schon zerrissen ist. Was als vermeintlich harmlose Infektion mit Q-Fieber beginnt, entwickelt sich rasant zu einem lebensbedrohlichen Albtraum. Als beide Kinder zeitgleich mit heftigen Immunreaktionen zusammenbrechen, steht die furchtbare Diagnose im Raum: Ein Gendefekt zwingt die Eltern Clara (Kathrin von Steinburg) und Jakob Meindl (Tom Radisch) zu einer Entscheidung, die kein Vater und keine Mutter jemals treffen sollte. Beide Kinder benötigen dringend eine Knochenmarkspende, und die Zeit rennt ihnen davon, während die ohnehin belastete Trennungssituation der Eltern die Rettung zusätzlich erschwert.
Risse im privaten Glück der Grubers
Selbst der Bergdoktor findet in den eigenen vier Wänden keine Ruhe, denn seine noch junge Ehe mit Karin Bachmeier (Hilde Dalik) wird durch ein unvorhergesehenes Ereignis direkt auf die erste harte Probe gestellt. Man merkt der Inszenierung an, dass die Macher weg wollen vom rein beschaulichen Heimatfilm und hin zu einer Intensität, die dem Zuschauer den Atem raubt. Die Kulisse des Wilden Kaisers bleibt dabei das gewohnt ikonische Fundament, doch der Fokus liegt 2026 mehr denn je auf den menschlichen Abgründen und der Zerbrechlichkeit des Glücks. Hans Sigl und sein bewährtes Ensemble aus Heiko Ruprecht (Hans Gruber), Monika Baumgartner (Lisbeth) und Mark Keller (Dr. Alexander Kahnweiler) beweisen erneut, warum diese Serie auch nach fast zwei Jahrzehnten nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat. Wenn heute Abend der Vorhang aufgeht, ist klar: Diese Staffel wird niemanden kaltlassen.








