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Heute (21.09.2025) kein "Tatort", sondern neuer "Polizeiruf 110" aus Magdeburg: "Sie sind unter uns"

Sonntag, 21.09.2025 14:03 Uhr | Tags: ARD, Krimi, Polizeiruf 110, Claudia Michelsen, Felix Vortler

Erst letzte Woche ist die Tatort-Sommerpause im ERSTEN zu Ende gegangen und heute (21.09.2025) läuft schon wieder kein neuer Tatort. Bekanntlich teilen sich der "Polizeiruf 110" und der "Tatort" den Sendeplatz am Sonntagabend und so ist es nicht verwunderlich, dass heute ein neuer "Polizeiruf 110" mit Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und Kriminalrat Uwe Lemp (Felix Vortler) aus Magdeburg ausgestrahlt wird. Die ARD zeigt um 20:15 Uhr den Krimi "Polizeiruf 110: Sie sind unter uns", welcher auch über die ARD Mediathek abrufbar ist.

Ein Amoklauf in Echtzeit

Der neue "Polizeiruf 110" wagt sich an ein brisantes und sensibles Thema: den Amoklauf. Schonungslos und ohne Effekthascherei wird eine Szenerie gezeichnet, die erschreckt und nachdenklich macht. Inmitten einer Magdeburger Schule ist ein Albtraum wahr geworden: Der 17-jährige Jeremy (Mikke Rasch) hat bereits zwei Menschen getötet und hält nun einen Klassenraum mit Schülerinnen und Schülern sowie ihrer Lehrerin (Tanya Erartsin) in seiner Gewalt. Was die Situation noch beklemmender macht, ist die Inszenierung: Jeremy filmt seine Tat und streamt sie live. Diese erschütternde Verbindung zur modernen Medienwelt zwingt die Zuschauerschaft, die beklemmende Nähe der Ereignisse zu spüren. Hauptkommissarin Doreen Brasch steht unter immensem Druck, mehr über den Täter herauszufinden. Ihre Ermittlungen führen sie zu Jeremys alleinerziehender Mutter Rebecca Schratt (Maja Beckmann), die aufgrund einer schweren MS-Erkrankung ans Bett gefesselt ist und beteuert, von der Radikalisierung ihres Sohnes nichts bemerkt zu haben.

Gesellschaftskritik statt Krimi-Klischees

Der Film verzichtet bewusst auf die üblichen Krimi-Klischees. Es geht nicht um die Suche nach einem Mörder, sondern um die psychologischen und sozialen Hintergründe einer unbegreiflichen Tat. Der Zuschauer wird Zeuge, wie Brasch versucht, die Motivationen des jungen Amokläufers zu entschlüsseln. Warum wurde Jeremy zum Täter? Handelte er allein? Brasch, die für ihre emotionale Intelligenz und unkonventionellen Methoden bekannt ist, muss tief in die Seele des Täters blicken, um eine Katastrophe zu verhindern. Claudia Michelsen liefert in der Rolle der Kommissarin eine intensive und glaubwürdige Performance ab. Auch Maja Beckmann überzeugt in der Nebenrolle als verzweifelte Mutter mit einer berührenden Darstellung, deren Schmerz für das Publikum spürbar ist. Die Produktion, die in der realen Umgebung Magdeburgs gedreht wurde, nutzt echte Schulgebäude und lokale Einsatzkräfte, was zur Authentizität und beklemmenden Atmosphäre beiträgt.

"Polizeiruf 110: Sie sind unter uns" ist ein mutiger Film, der das Thema Amoklauf mit Tiefgang und ohne Sensationslust behandelt. Der Fokus liegt nicht auf Action, sondern auf der ruhigen, dichten Atmosphäre und den langen Einstellungen, die den psychologischen Horror der Situation spürbar machen. Auch wenn die Dialoge im Mittelteil und einige dramaturgische Wendungen Schwächen aufweisen, ist der Film ein fesselndes Drama und ein wichtiges Stück Fernsehen, das zum Nachdenken anregt. Wer also einen nachdenklichen, gesellschaftlich relevanten Krimi sucht, der sich von der Masse abhebt und keine klassische Spannung bietet, sollte heute Abend unbedingt einschalten.


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