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"In ewiger Freundschaft" - Zweiteiliger Taunuskrimi über Schuld, Schweigen und eine zerstörerische Clique im ZDF

Montag, 05.01.2026 11:50 Uhr | Tags: ZDF, Krimi, Taunuskrimi, Nele Neuhaus, Tim Bergmann, Kathrin von Steinburg

Krimifans sollten sich heute (05.01.2026) und morgen Abend (06.01.2026) jeweils um 20:15 Uhr nichts vornehmen, denn das ZDF schickt das beliebte Ermittlerduo Bodenstein und Sander in einen neuen, besonders verwobenen Taunuskrimi. Mit "In ewiger Freundschaft" wird ein prominenter Roman von Nele Neuhaus als opulenter Zweiteiler zum Leben erweckt. Dieser Taunuskrimi markiert zudem eine Zäsur für die gesamte Reihe: Kathrin von Steinburg tritt zum ersten Mal als Pia Sander an die Seite von Tim Bergmann und übernimmt damit die Rolle von Annika Kuhl. Es ist ein markanter Wechsel im Taunuskrimi, der frischen Wind in das Revier bringt, auch wenn sich langjährige Zuschauer erst an das neue Gesicht gewöhnen müssen. Beide Teile des Taunuskrimi "In ewiger Freundschaft" sind auch über die ZDF Mediathek abrufbar.

Teil 1: Eine Mauer des Schweigens im Taunus (Montag um 20:15 Uhr)

Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden einer ehemaligen Lektorin des renommierten Frankfurter Winterscheid-Verlags. Kurz darauf wird ihre brutal zugerichtete Leiche in einem abgelegenen Waldstück gefunden, was diesen Taunuskrimi sofort mit einer düsteren Note einleitet. Hat ihr gewaltsamer Tod etwas mit ihrem Rausschmiss aus dem Verlag zu tun? Bei den Ermittlungen stoßen Pia Sander (Kathrin von Steinburg) und Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) auf eine Mauer des Schweigens. Als ein weiteres Opfer gefunden wird, erhärtet sich der Verdacht, dass die Morde tief in der Vergangenheit der Verlagsmitarbeiter wie Stefan Fink (Rainer Sellien) verwurzelt sind. Eine verschworene Studentenclique, zu der auch die Literaturagentin Maria Hauschild (Nicole Marischka) gehört und die sich ironisch "Die Ewigen" nennt, scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten. Die Witwe Paula Roth (Katja Bürkle) erhebt schwere Anschuldigungen, die diesen Taunuskrimi in eine gefährliche Richtung lenken.

Teil 2: Die Spur führt an die französische Atlantikküste (Dienstag um 20:15 Uhr)

Im zweiten Teil dieses Taunuskrimis spitzt sich die Lage dramatisch zu. Ein Notruf führt die Kommissare zu Paula Roth (Katja Bürkle), doch jede Hilfe kommt zu spät - auch sie stirbt eines gewaltsamen Todes. Der Fokus der Ermittlungen rückt nun auf den rätselhaften Badeunfall des Verlagserben Götz Winterscheid, der vor 30 Jahren auf der französischen Insel Noirmoutier ums Leben kam. Dieser Taunuskrimi verlässt damit seine gewohnten Pfade und führt das Duo bis nach Frankreich, wo auch Henri Winterscheid (Manfred Zapatka) und Margarethe Winterscheid (Gaby Dohm) ihre Rollen in dem Familiendrama spielen. Während die Ermittler die Verbindungen der Cliquen-Mitglieder durchleuchten, findet die junge Lektorin Julia Bremora (Deniz Orta) in einem Roman den entscheidenden Hinweis auf das Motiv. Gemeinsam mit Carl Winterscheid (Golo Euler) gerät sie tief in den Strudel der Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um weitere Morde auf der Atlantikinsel zu verhindern.

Kritik: Ambitioniertes Erzählkino mit kleinen Schwächen

Dieser neue Taunuskrimi wirkt wie ein Kapitel der Reihe, das seine erzählerischen Ambitionen besonders hoch steckt. Der Zweiteiler versucht mit Rückblenden und Verlagsintrigen eine Komplexität aufzubauen, die zwar reizvoll beginnt, sich aber zunehmend in Nebensträngen verliert. Während die neue Pia-Darstellerin Kathrin von Steinburg zwar frische Energie in diesen Taunuskrimi einbringt, erreicht sie noch nicht die emotionale Gravitation ihrer Vorgängerin. Trotz der starken Besetzung, zu der auch Alexander Beyer (Henning Kirchhoff) und Proschar Madani (Dr. Nicola Engel) gehören, bleibt der Fall zwar ein solides, aber stellenweise etwas überdehntes Kapitel. Dennoch bietet dieser Taunuskrimi genug Spannung und atmosphärische Schauplätze, um Fans der Nele-Neuhaus-Verfilmungen gut zu unterhalten.


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