Krimi "Die Frau ohne Gesicht": Neuer Fall für Heino Ferch als Ingo Thiel heute (09.02.2026) im ZDF

© ZDF/Luca Baggio
Das ZDF präsentiert heute (09.02.2026) um 20:15 Uhr einen neuen, beklemmenden Kriminalfilm, der die Zuschauer tief in die Abgründe einer menschlichen Tragödie führt. In "Die Frau ohne Gesicht" schlüpft Heino Ferch bereits zum wiederholten Mal in die Rolle des real existierenden Mönchengladbacher Chefermittlers Ingo Thiel, dessen Fälle stets auf wahren Begebenheiten beruhen. Diese True-Crime-Reihe hebt sich wohltuend vom üblichen Krimi-Einerlei ab, indem sie nicht auf Effekthascherei setzt, sondern die oft mühsame und kleinteilige Realität der polizeilichen Ermittlungsarbeit in den Fokus rückt. Der aktuelle Fall beginnt dabei so rätselhaft wie schockierend, als auf einer einsamen Landstraße am Niederrhein die Leiche einer Frau entdeckt wird, deren Gesicht so schwer entstellt wurde, dass jede Identifizierung zunächst unmöglich scheint.
Eine Sackgasse führt zur internationalen Fahndung
LKA-Ermittler Ingo Thiel steht gemeinsam mit seiner Sonderkommission vor einer gewaltigen Herausforderung, da niemand die Tote zu vermissen scheint und keinerlei Hinweise auf ihre Herkunft existieren. Erst die moderne Technik bringt Bewegung in den festgefahrenen Fall, als das Team das Gesicht der Unbekannten mittels 3D-Rekonstruktion wiederherstellt. Mit dem Bild der Toten und einem markanten Kleidungsstück wagt die Polizei den Gang an die Öffentlichkeit und bittet in einer italienischen Fernsehsendung um Mithilfe. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten und führt die Beamten direkt in das winterliche, ungewohnt unterkühlte Venedig. Dort wird das Opfer schließlich als Clara Krolmann (Jana Tošovská) identifiziert, die bis zur Trennung von ihrem Ehemann Stefano de Luca (Michele Cuciuffo) mit der gemeinsamen Tochter in der Lagunenstadt gelebt hatte.
Tödliche Verstrickungen im Künstlermilieu
Während Thiel und seine Kollegin Lee Sooyoung (Kotbong Yang) versuchen, das Leben der Toten zu rekonstruieren, stoßen sie auf eine Mauer aus Schweigen und dubiosen Alibis. Der Ex-Mann der Getöteten gibt an, schon seit geraumer Zeit keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt zu haben, und auch die Tochter Antonia de Luca (Janina Fautz), eine aufstrebende junge Künstlerin, bleibt für die Ermittler zunächst unauffindbar. Stattdessen tritt der Kunsthändler Philipp Sass (Florian Stetter) auf den Plan, der eine rätselhafte Dreiecksbeziehung zu beiden Frauen unterhielt und sich damit ebenso verdächtig macht wie der verlassene Ehemann. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Antonia kurz darauf leblos aufgefunden wird. Was zunächst wie ein tragischer Suizid der verzweifelten Tochter aussieht, entpuppt sich durch die Hartnäckigkeit der Spurensicherung schnell als ein weiterer brutaler Mord, der das gesamte Ermittlerteam unter massiven Zeitdruck setzt.
Die Faszination des Echten überzeugt am Bildschirm
Wer heute Abend einschaltet, darf kein temporeiches Action-Spektakel erwarten, sondern wird Zeuge einer fesselnden Charakterstudie und akribischer Kriminalistik. Die Stärke dieses Films liegt vor allem in der unaufgeregten Darstellung der Polizeiarbeit, bei der Heino Ferch einmal mehr durch seine bodenständige und unprätentiöse Spielweise überzeugt. Unterstützt wird er dabei von einem starken Ensemble, zu dem unter anderem Thilo Prothmann (als Bastian Frömmer) und Katja Heinrich (als Friederike Wolf) gehören. Das Zusammenspiel zwischen der kühlen Atmosphäre Mönchengladbachs und dem morbiden Charme Venedigs verleiht dem Werk eine ganz eigene, fast schon dokumentarische Note. Dieser Krimi ist ein Muss für alle, die Wert auf eine authentische Erzählweise legen und miterleben wollen, wie aus winzigsten Puzzleteilen ein erschütterndes Gesamtbild entsteht.
Der Krimi "Die Frau ohne Gesicht" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








