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Krimiabend mit Andrea Sawatzki im WDR am 08.05.2021: Erst Bergisches Land Polizeiruf 110 "Mein letzter Wille", danach Frankfurt-Tatort "Weil sie böse sind"

Samstag, 08.05.2021 13:40 Uhr | Tags: WDR, Krimi, Tatort, Polizeiruf 110, Andrea Sawatzki

Krimis haben gerade in Lockdown-Zeiten währen der Corona-Pandemie Hochkonjunktur im TV. Deshalb gibt es heute Abend (08.05.2021) im WDR gleich einen Doppelpack. Ab 20:15 Uhr laufen zwei ganz verschiedene Krimis mit Andrea Sawatzki in der Hauptrolle. Zur Primetime ist das Team vom "Polizeiruf 110" aus dem Bergischen Land an der Reihe, danach ab 21:45 Uhr wird noch der Frankfurt-Tatort "Weil sie böse sind" wiederholt. Beide Ermittler-Teams gibt es schon längere Zeit nicht mehr.

"Polizeiruf 110 - Mein letzter Wille" heute ab 20:15 Uhr im WDR

"Als Gott das Paradies erfand, dacht` er an Volpe, Bergisch` Land." Doch auch des schönsten Landlebens wird man einmal überdrüssig. Wenigstens, wenn man wie Oma Kampnagel (Inge Meysel) die Neunzig weit hinter sich gelassen hat und die Doors mit ihrem Songklassiker "The End" im Radio laufen. Oma Kampnagel rüstet sich zum stilvollen Abgang. Im offenen Oldtimer geht es noch einmal auf große Fahrt - in rasantem Tempo geradewegs in Richtung der noch unfertigen Autobahnbrücke. Doch der liebe Gott denkt einfach nicht daran, Oma Kampnagel so einfach gehen zu lassen. Ein Passant, der ihr vors Auto läuft, ist ihre Rettung. Um sich bei ihrem unfreiwilligen Schutzengel Mr. Nobody (Francesco Salvi), der durch den Schock sein Gedächtnis verloren hat, zu bedanken, ersinnt sie einen letzten Willen, der es in sich hat. Und wer ihn ausführen soll, das weiß sie auch schon längst.

An die neun Jahre ist es her, dass Oma Kampnagel alias Inge Meysel mit der Polizei zu tun bekam. "1 A Landeier" hieß der mehrfach ausgezeichnete erste WDR-Beitrag zur Reihe "Polizeiruf 110": Ein toter Hund war damals für die Gesetzeshüter Anlass für einen denkwürdigen Besuch der alten Dame. Und bei einem toten Hund sollte es nicht bleiben. Dass die Polizisten damals zum Schutz ihrer Informantin fünfe gerade sein ließen, soll ihnen nun zum Verhängnis werden. Kurzerhand erpresst Frau Kampnagel ihre alten Bekannten, um ihren letzten Willen in die Tat umzusetzen. Und das heißt: Die Identität ihres Retters zu klären.

Dabei sind besagte Bekannte eigentlich mittlerweile in alle Winde verstreut. Kalle Küppers (Oliver Stritzel) hält als einziger in Volpe die Stellung - der Frauenheld von einst ist zum Vater von Zwillingen geworden und hat es ansonsten beruflich nicht zu wirklich viel gebracht. Sigi Möller (Martin Lindow) hingegen ist inzwischen Hauptkommissar in der Metropole Wuppertal. Und Gabi Bauer (Andrea Sawatzki) steht sogar gerade vor dem Aufstieg ins BKA. Ausgerechnet jetzt werden sie von Oma Kampnagel unangenehm daran erinnert, dass sie ihr einst mit der Vertuschung einer Straftat aus der Klemme halfen. Keine Frage: An Volpe führt in dieser Situation wohl kein Weg vorbei.

Schnell wird klar, dass Omas italienischer Engel ohne Gedächtnis einiges auf dem Kerbholz hat. Derweil hindert auch ein Gefängnisaufenthalt den italienischen Mafioso Michele Potazzi (Giacinto Ferro) nicht daran, seinen üblichen Geschäften nachzugehen. Es liegt Mord in der Luft. Bloß: Wer ist der Killer, wer das Opfer? Und liegt Palermo am Ende gar mitten im Bergischen Land? Gabi entgeht nur knapp einem Attentat, das in Wahrheit auf Oma Kampnagels Nachbarin Amelie Neumann (Charlotte Schwab) zielte. Auch Gabis Freund und künftiger BKA-Chef Dissner (Drago Ragutin) taucht wenig später auf der Suche nach dem Mafiakiller in Volpe auf - und hat in Wahrheit selber eine Menge Dreck am Stecken. Kein Wunder, dass die Ermittlerin sein Bild vom Schreibtisch in den Papierkorb befördert und sich auf ihre alte Liebe zu Sigi besinnt.

Besser zu dritt als "allein gegen die Mafia" sagen sich die alten Freunde - und müssen doch wieder einmal gewaltig an der Wahrheitsschraube drehen. Oder wäre es etwa im Sinne von Oma Kampnagels letztem Willen, dass es sich ihrem geläuterten Retter ohne Gedächtnis um einen ehemaligen Mafioso handeln soll? Ein Schurke ist für das verschlafene Volpe schließlich mehr als genug ...

Frankfurt-Tatort "Weil sie böse sind"  heute ab 21:45 Uhr im WDR

Rolf Herken (Milan Peschel), alleinerziehender Vater eines autistischen Sohnes, weiß nicht mehr weiter. Finanziell und privat immer mehr in die Enge getrieben, macht er sich auf zum Anwesen der Familie Staupen, um dort Hilfe für seinen Sohn zu erbitten. Aus seinen genealogischen Studien glaubt er zu wissen, dass sich deren und seine Vorfahren schon einmal im Mittelalter begegnet sind und dass die Familie Staupen seine Familie damals übervorteilt und ihren bis zum heutigen Tag anhaltenden Wohlstand darauf begründet hat. Mit den Vorwürfen und der Bitte konfrontiert, demütigt der alte Staupen (Markus Boysen) Rolf H. so lange, bis der ihn im Affekt erschlägt. Noch in der Nacht findet sein Sohn Balthasar Staupen (Matthias Schweighöfer) seinen Vater und schmiedet einen Plan. Kommissar Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) und Kommissarin Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) vermuten den Täter im engsten Familienkreis, doch alle haben ein Alibi für die Mordnacht. Die Ermittlungen geraten immer mehr in eine Sackgasse. Da werden kurz hintereinander der Bruder und die Schwester des Ermordeten tot aufgefunden. Haben es die Frankfurter Kommissare mit einem Serienmörder zu tun, und wenn ja, welches Motiv treibt ihn an?

Für Matthias Schweighöfer und Milan Peschel war dieser Tatort einer der ersten gemeinsamen Drehs, in deren Folge die beiden in einer Reihe von erfolgreichen Kinofilmen wie "What A Man", "Schlussmacher" oder "Der Nanny" entstanden. Allein wegen dem "Gaunerduo" Schweighöfer / Peschel ist dieser Tatort sehenswert!


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