Servus Batic und Leitmayr: München-Tatort im Dreierpack heute (11.04.2026) im BR Fernsehen

© BR/Bavaria Film GmbH/Jo Bischoff
Nachdem sich die Münchner Tatort-Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) nach 35 Jahren "Dienstzeit" mit einem Doppel-Tatort von den Zuschauern verabschiedet haben, laufen im BR Fernsehen heute Abend (11.04.2026) ab 20:15 Uhr noch einmal drei München-Tatorte des Duos. Los geht es mit der Tatort-Folge "Das Glockenbachgeheimnis". Um 21:45 Uhr folgt der München-Tatort "Norbert". Der lange Tatort-Abend wird um 23:15 Uhr mit der Folge "Wolf im Schafspelz" bendet. Zahlreiche Tatort-Folgen mit Batic und Leitmayr sind auch über die ARD Mediathek abrufbar.
München-Tatort "Das Glockenbachgeheimnis" heute um 20:15 Uhr im BR
Inmitten des bunten Treibens im Münchner Glockenbachviertel beginnt ein Fall, der tief in die verdrängte Vergangenheit der Stadt führt. Während Kriminaloberkommissar Carlo Menzinger (Michael Fitz) eine Gruppe japanischer Gäste durch das Viertel führt, entdeckt der schüchterne Paul Rochus (Michael Tregor) eine Leiche im Westermühlbach. Der Tote ist Leonard "Lenny" Martens, ein reicher Erbe, der als gefühlskalt galt und dessen Grundstück Begehrlichkeiten beim Architekten Feuerberg (Martin Umbach) weckte. Franz Leitmayr, der in diesem Viertel aufgewachsen ist, nutzt seine Ortskenntnis, um die verschlossenen Anwohner zu befragen. Doch die Ermittlungen nehmen eine überraschend persönliche Wendung, als Ivo Batic sich Hals über Kopf in die Cafébesitzerin Frieda Helnwein (Iris Berben) verliebt. Die leidenschaftliche Nacht der beiden scheint Batics privates Glück zu besiegeln, doch das titelgebende Geheimnis um eine Kindheitstragödie überschattet das neue Liebesglück.
Hinter der Fassade des gemütlichen Cafés "Jasmin" verbergen Frieda und ihre Freundin Doris Schellenbaum (Barbara M. Ahren) eine dunkle Schuld. Als sich herausstellt, dass Paul Rochus und das Opfer ein Liebespaar waren und Martens Paul massiv demütigte, gesteht Paul zunächst den Mord, um seine dominante Mutter Elfriede (Doris Schade) zu schützen. Doch die Spurensicherung und Batics Intuition führen direkt zu den beiden Frauen. Das Motiv ist so menschlich wie tragisch: Sie wollten ihren Freund Paul vor den Schikanen des egoistischen Martens bewahren, der drohte, ein tödliches Geheimnis aus ihrer Kindheit preiszugeben. Am Ende steht Batic vor den Trümmern seiner kurzen Romanze und muss zusehen, wie seine Geliebte abgeführt wird - ein tiefer emotionaler Schlag für den sonst so lebensfrohen Kroaten.
München-Tatort "Norbert" heute um 21:45 Uhr im BR
Ein perfider Serienmörder versetzt München in Angst und Schrecken, nachdem die Schwimmerin Sandra Burgstaller (Angela Sandritter) ermordet aufgefunden wurde. Inmitten der fieberhaften Fahndung stoßen Batic und Leitmayr auf den kindlich-naiven Norbert Heckel (Jürgen Tarrach), der sich verdächtig am Tatort herumtreibt. Zur Überraschung aller gesteht der schüchterne Mann die Tat, nur um dem freundlichen Leitmayr zu gefallen und ihn nicht zu enttäuschen. Doch als während seiner Haft ein weiterer Mord geschieht, wird klar: Der wahre Täter ist noch auf freiem Fuß. Leitmayr entwickelt eine fast väterliche Fürsorge für den hilflosen Norbert, der sich rührend um seinen pflegebedürftigen Vater (Peter Fitz) kümmert, und versucht, ihn vor sich selbst zu schützen.
Während die Kommissare dem skrupellosen Fotografen Tom Diwald (Michael Maertens) auf die Spur kommen und im letzten Moment ein drittes Opfer retten, entwickelt sich die Geschichte um Norbert zu einer menschlichen Tragödie. Die Presse lauert an jeder Ecke, informiert durch Insider-Wissen, doch das eigentliche Grauen findet im Verborgenen statt. Als Leitmayr Norbert die Nachricht von der Festnahme des echten Mörders bringen will, offenbart sich ein erschütterndes Bild häuslicher Überforderung und Verzweiflung. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie die Sehnsucht nach Anerkennung und die Last der häuslichen Pflege einen Menschen in den Wahnsinn treiben können, und hinterlässt einen tief erschütterten Kommissar Leitmayr.
München-Tatort "Wolf im Schafspelz" heute um 23:15 Uhr im BR
Auf einem abgelegenen Hof vor den Toren Münchens prallen Welten aufeinander, wenn archaische Traditionen auf moderne Geschäftsinteressen treffen. Der Schafhändler Karl Stadler (Franz Xaver Kroetz) führt sein Anwesen mit harter Hand, sehr zum Leidwesen seines Sohnes Maximilian (Hendrik Duryn), der den Hof lieber verkaufen würde. Als der Verwalter Schulze (Achim Buch) erstochen auf der Panzerwiese aufgefunden wird, geraten die Ermittler in ein Schweigekartell aus verstockten Hofarbeitern und verbitterten Familienmitgliedern. Besonders der ehemalige Mitarbeiter Arkan Ergin (Hussi Kutlucan) gerät unter Verdacht, da er von Schulze denunziert wurde. Doch hinter der ländlichen Idylle verbirgt sich ein Sumpf aus Betrug und illegalen Machenschaften, bei denen gestrecktes Entwurmungspulver eine lebensgefährliche Rolle spielt.
Die Ermittlungen fördern zutage, dass Schulze weit mehr war als nur ein loyaler Mitarbeiter; er war der heimliche Sohn des Hofbesitzers und damit ein Rivale für Maximilian. Die emotionale Belastung führt schließlich zum Geständnis des Sohnes, der die Tat vor seinen Eltern Frieda (Brigitta Köhler) und Karl zugibt. Nur durch das beherzte Eingreifen der Kommissare kann am Ende verhindert werden, dass sich Maximilian im Heustadel das Leben nimmt. Der Fall beleuchtet die dunklen Seiten familiärer Erwartungen und den verzweifelten Kampf um Anerkennung in einem Milieu, das keinen Raum für Schwäche lässt.
Dieser lange Tatort-Abend ist mehr als nur eine Aneinanderreihung alter Fälle; es ist eine Verbeugung vor einem der bedeutendsten Ermittler-Duos der deutschen Fernsehgeschichte. Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl haben über dreieinhalb Jahrzehnte gezeigt, wie man Professionalität mit tiefer Menschlichkeit verbindet. Dass der BR heute diese Klassiker zeigt, lässt Fans noch einmal in die unvergleichliche Atmosphäre des alten Münchens eintauchen - mit all seinem Grant, seinem Charme und den unvergesslichen Momenten zwischen Batic und Leitmayr. Servus, Ivo und Franz!











