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München-Tatort: Batic und Leitmayr verabschieden sich an Ostern 2026 mit Doppel-Tatort "Unvergänglich"

Sonntag, 05.04.2026 13:54 Uhr | Tags: ARD, Krimi, Tatort, Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ferdinand Hofer

Am Osterwochenende kommen Tatort-Fans voll auf Ihre Kosten, denn sowohl heute am Ostersonntag (05.04.2026) als auch morgen am Ostermontag (06.04.2026) läuft jeweils um 20:15 Uhr in der ARD ein neuer München-Tatort. Ein bisschen Wehmut schwingt da allerdings mit, denn mit dem Doppel-Tatort "Unvergänglich" verabschieden sich die Münchener Tatort-Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) von den Zuschauern. Seit 35 Jahren prägt das Duo den München-Tatort und hat insgesamt 100 Fälle gelöst. Einen Trost gibt es: ihr bisheriger Assistent Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) bleibt dem München-Tatort erhalten, an dessen Seite ermittelt zukünftig Carlo Ljubek als Kriminalhauptkommissar Nikola Buvak. Aber kommen wir zurück zum Doppel-Tatort "Unvergänglich".

Ein verbranntes Rätsel unter dem St.-Quirin-Platz

Vier Tage vor der Pensionierung blickt das Duo Batic und Leitmayr in einen Abgrund, der tiefer liegt als die Münchner U-Bahn-Schächte. In einem streng gesicherten Betriebsraum unter dem St.-Quirin-Platz wird eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Frauenleiche entdeckt. Die Ermittler stehen vor einem logistischen Unmöglichen: Der Fundort war nicht der Tatort, und der Zugang ist nur für Befugte möglich. Ohne Identität des Opfers und unter extremem Zeitdruck droht den beiden Legenden ein Abschied mit einer offenen Akte. Als die Fallanalytikerin Christine Lerch überraschend im Kommissariat erscheint, nimmt die Jagd an Fahrt auf. Getrieben von dem Willen, ihre Karriere sauber zu beenden, überschreiten Ivo und Franz ihre dienstlichen Befugnisse und stoßen auf ein mörderisches Phantom (Erik Markus Schuetz), das sich lautlos Zugang zu privaten Mietwohnungen verschafft. Dabei geraten sie auch an zwielichtige Gestalten wie den Manager Ralf (Jochen Strodthoff) und die Dealerin Julia (Amélie Leclère).

Kalli Hammermann und die Grenzen der Belastbarkeit

Wenn am Ostermontag der zweite Teil der packenden Abschiedsvorstellung über die Sender geht, rückt die nächste Generation unfreiwillig früh in das Zentrum des Sturms. Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer), der die Nachfolge seiner Mentoren kaum erwarten konnte, sieht sich plötzlich mit einer Welle von Tötungsdelikten in der Drogenszene konfrontiert, die sein Pensum bei weitem übersteigt. Unterstützt von Kollegen wie Mike Werner (Daniel Noël Fleischmann) und Kara Roth (Lara Feith), muss er sich mit Typen wie Steve (Niklas Mitteregger) und dem Harry Korte (Timocin Ziegler) herumschlagen. Die Ereignisse überschlagen sich derart, dass die Grenzen zwischen den alten Fällen und der neuen kriminellen Gewalt verschwimmen. Es entsteht ein Netz aus Korruption und Brutalität, in das auch der Mechaniker Detlef (Max Schmidt) und der fälschende Stutzki (Maximilian Schafroth) verwickelt scheinen. In diesem furiosen Finale wird deutlich, dass ein echter Ruhestand für Kriminalisten dieses Schlages kaum existiert.

Die Ära von Batic und Leitmayr im München-Tatort geht zu Ende

Mit dem Abgang von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl verliert der Tatort nicht nur zwei Kommissare, sondern eine Institution, die das deutsche Fernsehen über dreieinhalb Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Batic und Leitmayr waren nie nur bloße Ermittler; sie waren das Gewissen Münchens, ein Duo, das durch seine Reibungen, seine tiefe Freundschaft und einen unbestechlichen Sinn für Gerechtigkeit bestach. Sie haben den Wandel der bayerischen Landeshauptstadt vom gemütlichen Dorf zur glitzernden Weltstadt mit Empathie begleitet. Dass sie sich nun mit einem derart düsteren und komplexen Fall wie "Unvergänglich" verabschieden, ist ein würdiges Denkmal für zwei Schauspieler, die das Format Tatort zu einem Stück deutsche Kulturgeschichte gemacht haben.

Nach Ausstrahlung wird der München-Tatort "Unvergänglich" auch über die ARD Mediathek abrufbar sein.


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