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Wenn Körperkult auf Kurven trifft: "Liebesbrief an Jenny" fordert heute (30.11.2025) im ZDF das Ideal heraus

Sonntag, 30.11.2025 14:38 Uhr | Tags: ZDF, Herzkino, Komödie
Als Jenny (Stefanie Reinsperger, M.) hört, dass sich Luna (Serafine Garbe, l.) gegenüber Timo (Golo Euler, r.) abfällig über ihr Aussehen äußert, konfrontiert sie die beiden selbstbewusst.
Als Jenny (Stefanie Reinsperger, M.) hört, dass sich Luna (Serafine Garbe, l.) gegenüber Timo (Golo Euler, r.) abfällig über ihr Aussehen äußert, konfrontiert sie die beiden selbstbewusst.
© ZDF/Christiane Pausch

Heute Abend (30.11.2025) zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr präsentiert das ZDF im Rahmen seiner Herzkino-Reihe die Komödie "Liebesbrief an Jenny". Der Film wagt sich an ein brisantes und hochaktuelles Thema: Er lässt die Welt der Body Positivity frontal auf den glattpolierten Lifestyle eines Fitness-Influencers prallen. Im Zentrum steht Jenny, eine lebenslustige Hobbytänzerin mit ein paar Pfunden mehr, wunderbar authentisch verkörpert von Stefanie Reinsperger. Sie trifft auf Timo, einen durchtrainierten Social-Media-Star, gespielt von Golo Euler. Diese Konstellation ist bewusst gewählt, um den gesellschaftlichen Kontrast zwischen ungefilterter Selbstakzeptanz und dem Zwang zur Selbstoptimierung offenzulegen. Die Herzkino-Komödie "Liebesbrief an Jenny" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.

Reha als Raum für Annäherung

Anfangs scheint Timo für Jenny tatsächlich aus einem anderen Universum zu stammen. Während er diszipliniert auf das nächste Instagram-Bild hinarbeitet, geniesst Jenny das Leben ohne Kalorienzählen. Doch es ist genau diese Gelassenheit und innere Stärke, die Timo fasziniert. Die beiden lernen sich in einer Reha-Klinik kennen, einem ironischen Schauplatz für ihre unterschiedlichen Körpergeschichten: Jenny erholt sich von einem Tanzunfall, Timo kuriert Knieprobleme aus, die eine direkte Folge seines überzogenen Trainingspensums sind - eine leise Kritik am Fitness-Influencer-Lifestyle.

Die zarte Annäherung wird jäh unterbrochen, als Timos Managerin Alessia ihn für einen lukrativen Werbedeal aus der Klinik zerrt. Auch Jenny kehrt in ihren Alltag zurück, wo eine neue Herausforderung wartet: Ihre Freundin Riccarda bittet sie, an der Schule ihrer Tochter Polly einen Vortrag über Body Positivity zu halten. Jenny teilt ihre leidvollen Erfahrungen, die sie auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Körpergefühl gemacht hat, und gewinnt das Vertrauen der Schulklasse.

Zwischen Liebe und Follower-Urteil

Eigentlich passt eine Beziehung mit einem sportsüchtigen Influencer absolut nicht in Jennys neuerliche Welt. Doch Timo kann die Tänzerin nicht vergessen. Er setzt alles daran, sie wiederzusehen, und mit seinem entwaffnenden Charme bringt er Jennys letzte Barrieren zum Fall. Das gemeinsame Glück wird jedoch sofort auf eine harte Probe gestellt. Jenny muss sich nicht nur gegenüber der kritischen Polly rechtfertigen, sondern sieht sich auch plötzlich mit der Meinung von Millionen von Timos Followern konfrontiert. Eine Frau, die lange darum kämpfte, sich im eigenen Körper wohlzufühlen, gerät unter den gnadenlosen Blick der Social-Media-Öffentlichkeit.

Obwohl der Film mit Stefanie Reinsperger und Golo Euler stark besetzt ist und mutig Themen wie Social-Media-Kritik und Body-Positivity aufgreift, verharrt die Inszenierung leider oft in einer zu gefälligen und weichgespülten Ästhetik, die typisch für das Herzkino ist. Die eigentlich spannenden Konflikte zwischen Selbstakzeptanz und Selbstoptimierung entfalten nie die notwendige Schärfe. Damit bleibt "Liebesbrief an Jenny" trotz der engagierten Darsteller mehr ein gut gemeintes Plädoyer als eine packende und tiefschürfende Liebesgeschichte.


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