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Zwischen Clan und Kommissariat: "Tatort: Macht der Familie" heute (16.09.2025) im WDR

Dienstag, 16.09.2025 14:06 Uhr | Tags: WDR, Krimi, Tatort, Wotan Wilke Möhring, Franziska Weisz

Eine dunkle, beunruhigende Atmosphäre, die von Anfang an fesselt - so lässt sich der "Tatort: Macht der Familie" am besten beschreiben, der heute (16.09.2025) um 20:15 Uhr im WDR wiederholt wird. Mit Wotan Wilke Möhring in der Rolle von Thorsten Falke, inszeniert Regisseur Niki Stein einen Fall, der weniger auf Action als auf psychologische Spannung setzt und die Zuschauer in die Abgründe einer russischen Mafiafamilie blicken lässt. Dieser Film ist eine Abkehr von typischen Klischees und zieht seine Stärke aus emotionaler Komplexität. Der "Tatort: Macht der Familie" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.

Ein Fall, der an die Nerven geht

Der Film beginnt mit einem tragischen Ereignis: Der verdeckte Ermittler Tarik (Ercan Karacayli) und Nicolai Timofejew (Jakub Gierszał) sterben bei der Explosion eines Learjets über Zypern. Dieser erste Schock ist der Auslöser für eine intensive Ermittlung, bei der sich die neu beförderte Kriminalhauptkommissarin Julia Grosz (Franziska Weisz) in ihrem ersten Fall beinahe überfordert sieht. Während sie den Einsatz von der Zentrale aus leitet, ist Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) am Flughafen Lübeck-Blankensee vor Ort. Der tragische Tod des verdeckten Ermittlers lastet schwer auf Grosz, was ihre Figur so menschlich und zerbrechlich macht. Die Ermittlungen führen das ungleiche Duo in die Welt des Waffenhändlers Victor Timofejew (Wladimir Tarasjanz), der seine kriminellen Geschäfte hinter einer Fassade als Händler für Landmaschinen versteckt.

Familiäre Abgründe und Verrat

Die Dynamik innerhalb der Familie Timofejew ist ein zentraler Aspekt der Handlung. Victor hatte geplant, seinen Neffen Nicolai als Erben einzusetzen, da er seinen eigenen Sohn Andrej (Nikolay Sidorenko) für untüchtig hielt. Als Nicolai jedoch aussteigen will, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Marija Timofejew (Tatiana Nekrasov), Nicolais Schwester und selbst Polizistin, wird zum Lockvogel, um den Mörder ihres Bruders zu finden. Sie begibt sich in ein gefährliches Doppelspiel, das sie in die Schusslinie bringt. Ihre Motivation ist klar: Rache für ihren Bruder, aber auch die Macht der Familie, die sie nie ganz loslässt.

Falke und Grosz geraten in einen Konflikt, da Falke mit Grosz’ Alleingang bei den Ermittlungen nicht einverstanden ist. Ihre Beziehung ist von Vertrauen und gleichzeitig Spannungen geprägt, was den Film noch fesselnder macht. Der Fall spitzt sich zu, als der russische Geschäftsmann Sergej Netschajew (Saro Emirze) als Drahtzieher der Flugzeugexplosion entlarvt wird. Er lässt nicht nur Victor, sondern auch Andrej töten, während Grosz und Falke ihn verhören. Das Duo muss Marija Timofejew in letzter Sekunde vor einem Mordanschlag schützen und versuchen, in dieser gefährlichen Welt zu überleben.

Der Film besticht durch seine düstere Ästhetik, die urbanen Milieus und düsteren Innenräume, die die mafiöse Bedrohung unterstreichen. Er verzichtet auf die übliche Nordsee-Romantik und konzentriert sich auf die schmutzige, aber reale Seite der Kriminalität


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