Blutige Spuren im Teutoburger Wald: "Im Grunde Mord - Blutsbande" - Können Paula und Leon Schäfer heute (20.04.2026) ihren ersten Fall lösen?

© ZDF/Frank Dicks
Das geschichtsträchtige Detmold wird heute (20.04.2026) um 20:15 Uhr zum Schauplatz für einen ungewöhnlichen neuen Samstagskrimi, wenn das ZDF mit der ersten Folge "Blutsbande" seine neue Reihe "Im Grunde Mord" an den Start bringt. Im Fokus steht das Ermittlerduo Paula und Leon Schäfer, gespielt von Hanna Plaß und Jakob Benkhofer, die nicht nur Kollegen sind, sondern auch eine geschwisterliche Verbindung teilen. Diese Konstellation verleiht der Zusammenarbeit eine Dynamik, die man im deutschen Fernsehkrimi selten findet, da berufliche Professionalität und private Vertrautheit ständig ineinandergreifen. Ihr erster gemeinsamer Fall führt sie direkt in das Herz des Teutoburger Waldes, wo ein grausiger Fund an den Externsteinen den Frieden der Region jäh beendet.
Ein Toter an den Externsteinen
Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, als der Tourguide Ole Wellenkamp von der imposanten Felsformation der Externsteine in den Tod stürzt. Was zunächst wie ein tragischer Unfall aussehen könnte, entpuppt sich schnell als brutales Verbrechen, da die Gerichtsmedizin neben den Sturzverletzungen eine eindeutige Stichwunde feststellt. Als Ortskundiger kannte Wellenkamp jeden Pfad und jede Gefahr der mythenumrankten Felsen, was ein Stolpern nahezu ausschließt. Die Suche nach dem Motiv führt die Geschwister in ein explosives Umfeld, denn im Wagen des Opfers findet sich Düngemittel, das in entsprechenden Mengen zum Bau von Bomben geeignet ist. Damit rückt eine politisch motivierte Gruppierung ins Visier, die in der Umgebung von Detmold für Unruhe sorgt.
Politische Ränkespiele und familiäre Verstrickungen
Hinter der Fassade der beschaulichen Stadtidylle brodelt ein gefährlicher Machtkampf, der die Ermittlungen massiv erschwert. Staatsanwältin Britta Everslage (Ann-Kathrin Kramer), die eng mit der Familie Schäfer befreundet ist, kandidiert für das Bürgermeisteramt und wird dabei ausgerechnet vom Unternehmer Torsten Brokämper herausgefordert. Brokämper scheint die Staatsanwältin unter Druck zu setzen, was zu der mahnenden Warnung an Paula und Leon führt, die Kreise des Unternehmers nicht zu stören. Doch die Kommissare lassen sich nicht beirren, besonders als der Fall eine unerwartete Wendung nimmt: Wellenkamps Bekannter David und dessen Freundin Annika verschwinden spurlos, und plötzlich rückt auch Brokämpers Sohn Matteo in den Fokus der Ereignisse.
Ein atmosphärischer Start mit skandinavischem Flair
Der Auftaktfilm der neuen Krimireihe "Im Grunde Mord" verzichtet bewusst auf eine langatmige Einführung der Charaktere und wirft die Zuschauer sofort in ein komplexes Geflecht aus Mord und Wahlkampf. Diese erzählerische Struktur erinnert mit ihren zwei parallelen Konfliktebenen eher an moderne skandinavische Produktionen als an das klassische ZDF-Schema. Die Externsteine dienen dabei nicht nur als hübsche Kulisse, sondern werden als atmosphärisch aufgeladenes Symbol inszeniert - majestätisch und doch gleichgültig gegenüber dem menschlichen Schicksal. "Im Grunde Mord" ist ein ambitionierter Reihenstart, der zeigt, dass der Teutoburger Wald als Krimi-Setting eine ganz eigene, düstere Kraft entfalten kann. Wer auf eine spannende Mischung aus regionaler Authentizität und politischem Thriller setzt, sollte heute Abend einschalten.
"Im Grunde Mord - Blutsbande" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








