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Ruinierte Leben und ein falsches Geständnis: Köln-Tatort "Vier Jahre" heute (30.12.2025) im WDR

Dienstag, 30.12.2025 14:07 Uhr | Tags: WDR, Krimi, Tatort, Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt, Thomas Heinze

Das WDR Fernsehen wiederholt heute (30.12.2025) um 20:15 Uhr den Köln-Tatort "Vier Jahre", der als trocken erzähltes Drama die Frage stellt, was von einem Leben übrig bleibt, wenn die Justiz sich geirrt hat. Im Zentrum steht der Schauspieler Moritz Seitz (Thomas Heinze), der eine vierjährige Haftstrafe wegen des Mordes an seinem Rivalen Thore Bärwald (Max Hopp) verbüßt hat. Die plötzliche Wende bringt der Kollege Ole Stark (Martin Feifel) ins Rollen, der überraschend bei Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) auftaucht und behauptet, er selbst habe den tödlichen Anschlag begangen.

Schatten der Silvesternacht

In nüchternen Rückblenden rollt dieser Köln-Tatort die Ereignisse einer Silvesterparty auf, die für alle Beteiligten im Desaster endete. Die Szenen rund um den Swimmingpool der Villa, die beim Dreh mehrfach umgebaut werden mussten, zeigen den harten Kontrast zwischen der feiernden Schauspiel-Elite und dem späteren Tod durch einen Stromschlag. Durch eine veränderte Kameraästhetik wirken diese Erinnerungen wie eine Welt für sich, in der Alkohol, Drogen und verletzte Egos die Hauptrollen spielten. Der exzentrische Bärwald trieb seine Umgebung so weit in die Enge, dass am Ende ein umgestürzter Scheinwerfer im Wasser sein Schicksal besiegelte.

Heimkehr in ein fremdes Leben

Nachdem Seitz aufgrund des neuen Geständnisses entlassen wird, zeigt der Köln-Tatort die bittere Realität einer gescheiterten Existenz. Seine Ehefrau Carolin (Nina Kronjäger) arbeitet inzwischen als Kellnerin und lebt mit dem Polizisten Frank Heise (Florian Anderer) zusammen, der damals am Tatort ermittelte. In der Villa entwickelt sich ein psychologischer Kleinkrieg zwischen dem Ex-Häftling und dem neuen Liebhaber, der von gegenseitigem Misstrauen und harten verbalen Attacken geprägt ist. Währenddessen graben Ballauf und Schenk tiefer und finden heraus, dass das späte Geständnis von Stark wohl für viel Geld erkauft wurde.

Das Ende der Loyalität

Hinter der Fassade aus Freundschaft und Kollegialität legt dieser Köln-Tatort ein System aus Manipulation frei. Die Ermittler stoßen auf den gesundheitlich angeschlagenen Nachbarn Urs Keller (Manfred Böll), dessen wahre Rolle in der Tatnacht jahrelang unentdeckt blieb. Als schließlich offenbar wird, wie sehr der Polizist Heise die Beweise zu seinen Gunsten verbogen hat, um seinen Konkurrenten Seitz loszuwerden, steuert die Geschichte auf ein gewaltsames Finale zu. "Vier Jahre" thematisiert den Zerfall von Beziehungen und die Unfähigkeit, nach Jahren der Lüge wieder in die Normalität zurückzufinden.


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