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Tod im zwölften Stock: München-Tatort "Am Ende des Flurs" heute (15.07.2025) im BR Fernsehen

Dienstag, 15.07.2025 13:43 Uhr | Tags: BR Fernsehen, Krimi, Tatort, Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ferdinand Hofer

Der BR zeigt heute (15.07.2025) um 20:15 Uhr erneut einen München-Tatort: den 67. Fall des Ermittlerduos Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit dem Titel "Am Ende des Flurs". Ein Tatort, der bei seiner Erstausstrahlung 2005 für große Aufregung sorgte und nun die Chance bietet, in die Abgründe menschlicher Beziehungen einzutauchen.

Tödliche Höhen und dunkle Geheimnisse

Der Fall beginnt mit dem rätselhaften Tod von Lisa Brenner (Fanny Risberg), die aus dem zwölften Stock in den Tod stürzt. War es Selbstmord oder Mord? Kommissar Batic und sein Partner Leitmayr finden schnell Hinweise, die auf ein Verbrechen hindeuten. Im Bad des Opfers liegen Antidepressiva, die ihr nicht verschrieben wurden. Zudem gibt es Spuren einer zweiten Person. Zusammen mit ihrem neuen Assistenten Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) tauchen die Kommissare in das komplizierte Leben der Toten ein.

Die Ermittlungen führen sie zu einer Vielzahl von Verdächtigen, die alle eine Beziehung zu Lisa hatten - von verheirateten Männern über einen gewalttätigen Türsteher (Radtke, gespielt von Gerhard Liebmann) und einen bekannten Wiesnwirt (Toni Feistl, gespielt von Franz Xaver Kroetz) bis hin zu einem gefallenen Sportstar (Mike Hansen, gespielt von Juergen Maurer). Eine besonders enge Beziehung hatte Lisa zu dem Pensionär Harry Riedeck (Wolfgang Czeczor), der als verständnisvoller Freund und Gönner auftrat. Doch der Fall nimmt eine sehr persönliche und brisante Wendung, als Leitmayr gestehen muss, dass er selbst vor einem Jahr ein Verhältnis mit der Toten hatte.

Vertrauensbruch und eine gefährliche Suche

Aufgrund dieser verheimlichten Beziehung wird Leitmayr umgehend vom Fall abgezogen und suspendiert. Doch der erfahrene Kommissar kann nicht loslassen. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und kämpft dabei nicht nur mit der Suche nach der Wahrheit, sondern auch mit der Enttäuschung über das Doppelleben seiner ehemaligen Geliebten. Das ohnehin schon fragile Vertrauen zwischen ihm und Batic wird durch Leitmayrs Alleingang auf eine harte Probe gestellt. Als kurz darauf auch der Pensionär Harry Riedeck brutal ermordet wird, wird klar, dass die Ermittlungen in eine weitaus gefährlichere Richtung gehen.

Die Fallanalytikerin Christine Lerch (Lisa Wagner) versucht fieberhaft, eine Verbindung zwischen den beiden Morden herzustellen. Doch die Spuren bleiben zunächst unklar. In einem packenden Finale führen die parallelen Ermittlungen beider Kommissare schließlich zu einer unscheinbaren Frau: Margot Höllerer (Barbara de Koy), der Nachbarin und Freundin des Opfers. Sie ist von Beruf Apothekerin und hat die Morde aus unerwiderter Liebe und der Angst vor Entdeckung begangen. Die Schlussszene, in der Leitmayr niedergestochen wird und der Film mit der unklaren Frage nach seinem Überleben endet, ist das dramatische Highlight, das bei der Erstausstrahlung eine Welle der Empörung auslöste.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Auch heute, fast zwanzig Jahre nach der Erstausstrahlung, lohnt sich das Einschalten bei "Am Ende des Flurs". Die Episode gilt als einer der umstrittensten Fälle des Münchner Tatorts und beweist, dass gute Krimis zeitlos sind. Der Film besticht durch seine spannende Handlung, die vielschichtigen Charaktere und die unerwartete Auflösung. Die Frage nach Leitmayrs Schicksal, die damals die Zuschauer in Atem hielt, bleibt auch beim erneuten Ansehen fesselnd. Die Intensität der Geschichte und die exzellente schauspielerische Leistung machen diesen Tatort zu einem absoluten Muss für alle Krimifans.


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