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"Guglhupfgeschwader": Ein bayerischer Eberhofer-Krimi mit Biss und Herz heute (13.07.2025) im HR Fernsehen

Sonntag, 13.07.2025 14:46 Uhr | Tags: HR Fernsehen, Krimi, Eberhoferkrimi, Sebastian Bezzel

Bereiten Sie sich heute Abend (13.07.2025 um 20:15 Uhr) auf eine ordentliche Portion bayerischer Lebensart, schrägen Humor und kniffliger Kriminalfälle vor, denn der achte Eberhofer-Krimi, "Guglhupfgeschwader", landet als Wiederholung im HR Fernsehen und bildet den Gegenpol zu zeitgleich drei Tatort-Wiederholungen in den anderen dritten Programmen. Tauchen Sie ein in die liebenswert-chaotische Welt von Niederkaltenkirchen, wo Dorfpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) und sein unermüdlicher Kumpel Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) wieder einmal das scheinbar beschauliche Landleben auf den Kopf stellen. Die Eberhofer-Krimis, basierend auf den Bestsellern von Rita Falk, haben sich längst zum absoluten Kult entwickelt. Es ist die einzigartige Mischung aus urkomischen Dialogen, bayerischer Gemütlichkeit und knallharten Kriminalfällen, die oft absurd, aber immer fesselnd sind. Dazu kommen die unvergesslichen Charaktere, von der Oma mit ihren legendären Kochkünsten bis zum grantigen Papa Eberhofer, die zusammen ein Ensemble bilden, das man einfach lieben muss. "Guglhupfgeschwader" ist ein Paradebeispiel für diesen ganz besonderen Charme!

Schüsse, Schulden und ein "Lotto-Otto": Ein Fall mit Zündstoff

Der Hauptstrang dieses Eberhofer-Krimis beginnt mit einem dramatischen Zwischenfall, der die idyllische Fassade Niederkaltenkirchens zerreißt: Vor Franz Eberhofers Augen wird der "Lotto-Otto", der 24-jährige, etwas naive Sohn von Nicole, der Lottoannahmestellen-Besitzerin, beschossen. Dabei kommt heraus, dass ihm bereits zuvor ein halber Finger abgeschnitten wurde - ein brutales Zeichen, das auf gefährliche Verwicklungen hindeutet. Kurz darauf explodiert ein Molotowcocktail in Nicoles Laden, und sie überlebt den Anschlag nicht. Franz bringt den traumatisierten Otto zunächst bei Rudi unter. Doch Otto stiehlt Rudis Auto und verramscht es hinter der tschechischen Grenze.

Es stellt sich heraus, dass Otto spielsüchtig ist und wegen hoher Schulden von einer skrupellosen Bande verfolgt wird. An deren Spitze steht "Mike", ein alter Ausbildungskollege von Franz und jetzt Dienststellenleiter, der sich nebenbei mit kriminellen Geschäften ein Zubrot verdient. Als Franz Otto nach etlichen Verwicklungen bei sich zu Hause aufnimmt und dieser seinerseits Mike zu erpressen versucht, eskaliert die Situation. Das Eberhofer-Haus wird am helllichten Tag von der Bande unter Beschuss genommen. Nur dank eines unerwarteten Auftritts von Franzens Bruder Leopold, der eigentlich Selbstmord begehen wollte, gelingt es, die Angreifer auszuschalten. Ein explosives Finale, das die Zuschauer aufatmen lässt!

Familiäre Turbulenzen und tierische Neuzugänge: Die Eberhofer-Welt in Aufruhr

Neben der spannenden Haupthandlung sind es wie immer die liebenswerten Nebenschauplätze, die den besonderen Reiz der Eberhofer-Krimis ausmachen und sich in diesem Film perfekt mit dem Hauptplot verweben:

Franz Eberhofer soll eigentlich sein zehnjähriges Dienstjubiläum feiern. Doch die von seiner Oma gebackenen Guglhupfe werden beim blutigen Angriff auf das Haus regelrecht zerschossen. Am Ende bleibt Franz als Einziger der Feier fern, da er sich auf der Insel des Kreisverkehrs mit Rudi versöhnt - ein symbolträchtiger Moment der Freundschaft.

Als Ersatz für den in der Vorfolge verstorbenen Hund Ludwig schenkt Rudi Franz zu Beginn den dreibeinigen Tierheimhund "Hinkelotta". Franz will das Tier zunächst partout nicht, obwohl die Oma und sein Sohn Pauli sich sofort mit ihr anfreunden. Dies führt dazu, dass Rudi die Freundschaft zu Franz endgültig aufkündigt. Er hat ohnehin eine neue Freundin namens Theresa, eine betont spirituell lebende Frau, mit der Franz naturgemäß überhaupt nicht klarkommt. Doch die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung, als sich Theresa im Laufe des Films in Lotto-Otto verliebt und Rudi sitzen lässt. Erst in der Schlussszene akzeptiert Franz "Hinkelotta" schließlich als seinen Hund - ein Zeichen seiner wachsenden Zuneigung.

In der Vorfolge hatte Bruder Leopold den gemeinsamen Neubau in einem Wutanfall schwer beschädigt. Da die Versicherung wegen Vorsatz nicht zahlt, verdonnert die Oma die gesamte Familie zum Lottospiel. Ein von Leopold mit den Geburtsdaten seiner Kinder ausgefüllter Schein hat tatsächlich sechs Richtige! Doch Franz hat den Schein klammheimlich Ignaz Flötzinger als improvisiertes Geburtstagsgeschenk überreicht, was diesen zunächst erzürnt. Flötzinger, der in der Vorfolge von seiner Familie verlassen wurde, beginnt daraufhin ein Leben in Saus und Braus. Doch dann stellt sich heraus, dass die Verbindung der Annahmestelle zur Lottozentrale unterbrochen war und der Schein nicht übermittelt wurde - der Millionengewinn kann somit nicht beansprucht werden. Als Leopold nach verzweifelter Suche zufällig erfährt, wie sein Schein abhandengekommen ist, ist der Familienfriede nachhaltig gestört.

Eine weitere brisante Enthüllung betrifft Franz persönlich: Es stellt sich heraus, dass er 24 Jahre zuvor eine kurze Affäre mit Nicole hatte, während er bereits mit seiner Freundin Susi zusammen war. Von allen für Ottos bis dahin unbekannten Vater gehalten, wird Franz von Susi gemieden. In der von Todesangst geprägten Belagerungsszene gesteht Papa Eberhofer dann überraschend, dass er Ottos Vater sei. Ein heimlicher DNA-Test ergibt schließlich allerdings, dass Otto mit Franz nicht einmal verwandt ist und daher weder sein Sohn noch sein Halbbruder sein kann. Ein Eberhofer-typisches Chaos, das für Lacher, aber auch für nachdenkliche Momente sorgt.

Eberhofer-Krimi oder Tatort: Eine Frage des Geschmacks

Lohnt sich das Einschalten bei "Guglhupfgeschwader" im HR Fernsehen? Ein ganz klares Ja! Für Fans der Eberhofer-Krimis ist dieser Film ein Fest der Freude, des Lachens und der Spannung. Die humorvollen Dialoge, die liebenswerten Figuren und die stets überraschenden Wendungen machen ihn zu einem absoluten Gute-Laune-Garant, der auch nach mehrmaligem Sehen noch unterhält. Er ist ein perfekter Film, um den Alltag hinter sich zu lassen und in eine charmant-skurrile bayerische Welt einzutauchen.

Die Frage, ob "Tatort" oder "Eberhofer-Krimis" besser sind, ist letztlich eine Geschmacksfrage. Der "Tatort", wie wir ihn kennen, ist oft ernster, sozialkritischer und vielfältiger in seinen regionalen Ausprägungen. Er kann tiefgründige psychologische Studien oder knallharte Thriller bieten. Die Eberhofer-Krimis hingegen spielen in einer ganz eigenen Liga. Sie sind Kriminalkomödien, die bewusst mit Klischees spielen, das Absurde zelebrieren und das Herz am rechten Fleck haben. Während der "Tatort" uns zum Nachdenken anregen will, laden die Eberhofer-Filme zum Schmunzeln, Lachen und Mitfiebern ein, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Wer also heute Abend Lust auf eine perfekte Mischung aus bayerischem Witz, spannender Krimihandlung und liebenswerten Charakteren hat, für den ist "Guglhupfgeschwader" die ideale Wahl. Es ist einfach ein Film zum Wohlfühlen - trotz der Mordfälle.


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