Vom Soap-Idol zum Kakerlaken-Frühstück: Schauspieler Stephen Dürr wagt das Dschungelcamp 2026

© RTL
Die Gerüchteküche rund um das australische Dickicht hat endlich ein Ende, denn mit Stephen Dürr zieht ein echtes Urgestein der deutschen Fernsehlandschaft in das Dschungelcamp 2026 ein. Der mittlerweile 51-jährige Hamburger, der in den neunziger Jahren als Till Weigel bei "Unter uns" zum umschwärmten Teenie-Idol avancierte, tauscht nun das gemütliche TV-Studio gegen harte Pritschen und zweifelhafte kulinarische Spezialitäten. Für Dürr ist dieser Schritt die konsequente Fortsetzung einer Karriere, die nach den großen Erfolgen in Daily-Soaps wie "Alles was zählt" zuletzt immer stärker in Richtung Reality-TV driftete. Dass er bereit ist, für die Kamera an seine Grenzen zu gehen, bewies er bereits vor einigen Jahren im "Sommerhaus der Stars", wo er sich als strategischer Kopf präsentierte, der auch vor lautstarken Auseinandersetzungen nicht zurückschreckt.
Ein Veteran der Vorabendserie sucht das Rampenlicht
Wer in den letzten drei Jahrzehnten regelmäßig das Vorabendprogramm eingeschaltet hat, kommt an dem Namen Stephen Dürr kaum vorbei. Als Mike Hartwig prägte er über Jahre das Gesicht von "Alles was zählt" und gehörte zum festen Inventar der deutschen Serienwelt, bevor es beruflich etwas ruhiger um ihn wurde. Heute agiert Dürr eher als Medienprofi, der genau weiß, wie man im Gespräch bleibt, auch wenn die großen Schauspielrollen seltener geworden sind. Seine Teilnahme an der RTL-Dschungelshow ist daher weit mehr als nur ein Abenteuer; es ist der Versuch, sich wieder fest im Bewusstsein der breiten Masse zu verankern und die eigene Marke aufzupolieren. Man muss ihn zwar nicht zwingend kennen, wenn man einen Bogen um Seifenopern macht, doch als einer der bekanntesten Soap-Veteranen bringt er genau die richtige Mischung aus Nostalgie und Kampfgeist mit, die das Format braucht.
Kalkül und Kameras im australischen Busch
Warum sich ein erfahrener Schauspieler in seinem Alter den Strapazen von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" aussetzt, lässt sich meist mit einer simplen Mischung aus finanziellen Anreizen und dem Drang nach medialer Relevanz erklären. Stephen Dürr scheint Blut geleckt zu haben und will es offensichtlich noch einmal wissen, indem er sich der ultimativen Herausforderung des deutschen Fernsehens stellt. Oft wird in solchen Fällen gern von einer persönlichen Grenzerfahrung gesprochen, doch am Ende geht es um Sendezeit und die Hoffnung auf ein Karriererevival. Die Reaktionen in der Branche und im Netz ließen nicht lange auf sich warten und reichen von Vorfreude bei den Fans der ersten Stunde bis hin zu hämischen Kommentaren über den vermeintlichen Abstieg eines einstigen Stars. Es bleibt abzuwarten, ob er im Camp die Rolle des besonnenen Mentors übernimmt oder ob die dünnen Nervenkostüme im australischen Busch seine streitlustige Seite zum Vorschein bringen.
Zwischen Spott und großer Erwartung
Unter den Zuschauern wird bereits heiß diskutiert, wie sich der zweifache Vater gegen die meist deutlich jüngere Konkurrenz aus der Influencer-Szene behaupten wird. Während viele Reality-Sternchen heute nur noch für den schnellen Klick agieren, bringt Dürr eine Professionalität mit, die für die Gruppendynamik am Lagerfeuer entweder ein Segen oder ein gewaltiger Zündstoff sein könnte. Kritiker prophezeien ihm einen schweren Stand, da die Fallhöhe für einen gelernten Schauspieler in solchen Formaten traditionell besonders hoch ist. Dennoch könnte genau diese Erfahrung sein größter Trumpf sein, um sich in den kommenden Wochen als ernstzunehmender Kandidat für die Dschungelkrone zu positionieren. Ob er die Herzen der Zuschauer mit Authentizität gewinnt oder als missverstandener Taktiker scheitert, wird sich zeigen, wenn die erste Dschungelprüfung ruft.








