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Warum "Die größten Hits des Ostens" mehr als nur Musik ist. Eine Zeitreise heute (30.08.2025) im MDR

Samstag, 30.08.2025 14:05 Uhr | Tags: MDR
Jörg Stempel (Amiga), MDR Jump Musikredakteur Felix Heklau, Sängerin und Entertainerin Angelika Mann und der Herausgeber des Musikmagazins Schall Christian Hentschel (v.l.) bilden die Expertenrunde bei "Die größten Hits des Ostens".
Jörg Stempel (Amiga), MDR Jump Musikredakteur Felix Heklau, Sängerin und Entertainerin Angelika Mann und der Herausgeber des Musikmagazins Schall Christian Hentschel (v.l.) bilden die Expertenrunde bei "Die größten Hits des Ostens".
© MDR

Wenn heute (30.08.2025) um 20:15 Uhr im MDR die zweite Folge "Die größten Hits des Ostens" wiederholt wird, erwartet die Zuschauer weit mehr als nur ein musikalischer Rückblick. Die Sendung ist eine faszinierende Dokumentation, die den Vorhang zu den Geschichten, Anekdoten und Zufällen lüftet, die hinter den bekanntesten Melodien aus der ehemaligen DDR stecken. Sie zeigt, wie die Schlager-, Pop- und sogar Jazzwelt des Ostens geprägt war von außergewöhnlichen Talenten, kreativem Wagemut und emotionaler Tiefe. "Die größten Hits des Ostens" sind auch über die ARD Mediathek abrufbar.

Die Geschichten hinter den Liedern: Von Schmerz bis Bach

Die Sendung offenbart überraschende Details, die man bei den Hits oft nicht vermuten würde. So erzählt die Jazz-Sängerin Uschi Brüning, dass sie ihre berührende Ballade "Hochzeitsnacht" in einer Zeit von tiefem Liebeskummer und Fernweh aufnahm. Ein Kontrast, der dem Lied eine besondere Authentizität verleiht. Die Dokumentation beleuchtet auch die erstaunliche Geschichte des Panta Rhei-Hits "Nachts" von 1973, gesungen von Veronika Fischer, der jüngst von Rapper und Songwriter Max Herre neu entdeckt und erfolgreich gecovert wurde.

Die Dokumentation zeigt zudem, wie die Musik der DDR von der klassischen Literatur und Musik beeinflusst wurde. Der weltberühmte Karat-Hit "Schwanenkönig" basiert tatsächlich auf einer Fabel von niemand Geringerem als Leonardo da Vinci. Und der populäre Song "Und sie dreht sich doch" von Wolfgang Ziegler beginnt mit einer musikalischen Fuge von Johann Sebastian Bach.  Diese Beispiele zeigen, dass Kreativität und musikalische Grenzüberschreitung auch unter den Bedingungen der DDR-Kultur möglich waren.

Einblicke aus erster Hand und zeitlose Relevanz

Die Sendung lebt von ihren Protagonisten. Eine Expertenrunde, bestehend aus dem letzten Chef des Labels Amiga, Jörg Stempel, der Entertainerin Angelika Mann, dem Musikredakteur Felix Heklau und dem Herausgeber Christian Hentschel, liefert wertvolle Einblicke und Hintergrundwissen. Sie sind sich einig, dass die musikalische Tradition des Ostens bis heute spürbar ist. Ein Beispiel dafür ist der Hit "Grauer Beton" von Trettmann aus dem Jahr 2017, dessen Text über die Gefühle der jungen Generation nach der Wende in der Tradition der kritischen Texte ehemaliger DDR-Künstler steht.

Neben der Expertenrunde kommen zahlreiche Künstler zu Wort, die ihre eigenen Geschichten erzählen: darunter Bernd Römer von Karat, Uwe Hassbecker und seine Kollegen von Silly, Dieter "Maschine" Birr von den Puhdys, sowie Frank Schöbel, Chris Doerk, Bettina Wegner, Gerhard Schöne und viele mehr. Ihre persönlichen Anekdoten und Erinnerungen machen die Sendung zu einem zutiefst menschlichen und nostalgischen Erlebnis. "Die größten Hits des Ostens" ist nicht nur eine Show über Musik, sondern ein liebevolles Porträt einer Ära, die nach wie vor in der deutschen Kultur nachhallt.


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